Neue Regel in Österreich

Einkommen "verbessert sich": Das ist ab 2026 steuerfrei

Wer in Österreich regelmäßig Überstunden macht oder an Feiertagen arbeitet, profitiert ab 2026 von neuen Steuerbegünstigungen.
Lukas Leitner
29.12.2025, 18:13
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Angestellte in der Pflege, bei der Polizei, Rettung, Tourismus oder Handel – sie halten Österreich am Laufen, auch wenn alle anderen freihaben. "Rund eine halbe Million Menschen arbeitet regelmäßig an Feiertagen, sei es im Gesundheits- und Pflegebereich oder in der Gastronomie", erklärt Finanzminister Markus Marterbauer.

Ihr Einsatz soll sich nun auch im Börserl widerspiegeln, denn die Bundesregierung aus ÖVP, SPÖ und Neos hat eine Neuregelung für die Steuerbegünstigung von Überstundenzuschlägen beschlossen. Demnach wird im kommenden Jahr 2026 der Freibetrag 170 Euro für bis zu 15 Überstunden pro Monat betragen.

"Zwei Drittel der Beschäftigten machen regelmäßig Überstunden. Mit dem für 2026 geltenden Freibetrag für Überstunden und der Steuerfreiheit bei Feiertagsarbeit verbessert sich die Einkommenssituation dieser Menschen spürbar", fasst der Finanzminister zusammen.

Sonn- und Feiertagsentgeld steuerfrei

Doch damit nicht genug. Denn es werde nun auch gesetzlich abgesichert, dass Sonn- und Feiertagsentgelt wieder steuerfrei ist. Diese Steuerbefreiung war aufgrund eines Urteils des Bundesfinanzgerichts aufgehoben. Die Regelung soll im Jänner noch rückwirkend beschlossen werden.

"Gerade in der Zeit rund um Weihnachten und den Jahreswechsel zeigt sich, wie unverzichtbar viele Berufsgruppen für das Funktionieren unseres Landes sind. Pflegekräfte, Rettungs- und Sicherheitsdienste, Beschäftigte im Verkehr, in der Energieversorgung, im Handel oder im Tourismus sorgen auch an Sonn- und Feiertagen dafür, dass Österreich verlässlich weiterläuft", betont dazu Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ).

"Diese Einigung ist ein starkes und richtiges Signal zum Jahresende. Wer Überstunden leistet oder an Sonn- und Feiertagen arbeitet, verdient nicht nur unseren Dank, sondern auch eine faire steuerliche Behandlung. Gerade rund um Weihnachten sehen wir, wie viele Menschen auf freie Tage verzichten, um für andere da zu sein – in der Gesundheit, im Verkehr, in der Sicherheit oder im Tourismus. Diese Leistung anerkennen wir mit dieser Regelung ganz konkret", so die Sozialministerin.

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