Das neue Jahr steht vor der Tür und damit auch einige Veränderungen in Österreich. Eine gute Nachricht gibt es dabei für die rund eine Million Österreicher, die ihre Angehörigen pflegen und betreuen.
Denn trotz des harten Sparkurses der Regierung, wird die jährliche Wertanpassung des Pflegegeldes fortgeführt, informiert SPÖ-Sozialministerin Korinna Schumann "Heute".
Konkret steigt die monatliche Zahlung um 2,7 Prozent an. Dieser Wert gilt für alle Pflegestufen. Heißt: Für pflegende Österreicher gibt es im kommenden Jahr zwischen 5,40 Euro und 58,20 Euro mehr pro Monat. (Alle Werte in der Tabelle).
"Rund eine Million Menschen in Österreich pflegen und betreuen ihre Angehörigen mit großem Einsatz und oft über viele Jahre hinweg. Die Anpassung des Pflegegeldes im kommenden Jahr trotz notwendiger budgetärer Sparmaßnahmen ist ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung", so Sozialministerin Korinna Schumann.
Außerdem werden Pflegekräfte ab dem 1. Jänner offiziell in die Schwerarbeitsverordnung aufgenommen. Diese Reform bringt nicht nur mehr Fairness und Wertschätzung, sondern auch eine realistischere Abbildung der Belastungen im Berufsalltag der Pflege, erklärt Schumann.
Pflegeberufe werden ausdrücklich als Schwerarbeit anerkannt – darunter fallen diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, Pflegefachassistenz und Pflegeassistenz. Teilzeitkräfte profitieren ab 50 Prozent Beschäftigungsausmaß – ein zentraler Fortschritt, vor allem für viele Frauen, da die Pflege überwiegend weiblich ist.
Schichtarbeit im 2-Schichtbetrieb werde zudem realistischer abgebildet: Die notwendige Zahl an Schwerarbeitstagen pro Monat wird von 15 auf 12 gesenkt. Rund 1.000 zusätzliche Pflegekräfte pro Jahr können künftig von der Schwerarbeitspension profitieren – zusätzlich zu den rund 8.000 Menschen, die beispielsweise 2024 über diese Regelung in Pension in allen Bereichen gegangen sind.