Gesundheitsreform angekündigt

Stocker-Ansage: Nur noch Basisversorgung für Asylwerber

Geht es nach Bundeskanzler Christian Stocker, wird im Gesundheitsbereich durchgegriffen. Asylwerber sollen nur noch eine Basisversorgung erhalten.
Michael Rauhofer-Redl
30.01.2026, 13:59
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Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) wandte sich am Freitag in einer rund eine Stunde dauernden Rede an die österreichische Bevölkerung. Darin nahm der Regierungschef zu den wichtigen politischen Fragen der Gegenwart Stellung. In seine Ansprache spannte er den Bogen von Wirtschaft, Steuern, Bundesheer bis hin zu Migration.

Ein Bereich, den Stocker ebenso ausführlich in Angriff genommen hat, ist jener der Gesundheit. Hier würden Anspruch und Wirklichkeit "nicht mehr zusammenpassen", leitete er ein. Einerseits erlebe man "extreme Kostensteigerungen", andererseits "bekommen viel zu wenige Menschen einen Termin beim Kassenarzt".

Stocker kündigt Gesundheitsreform an

Der Gesundheitsbereich sei "seit Jahrzehnten nicht umfassend reformiert worden", befand Stocker. Das wolle er ändern, auch wenn er sich da "viel zumute". Das Ziel einer solchen Reform sei eine "deutliche Verkürzung der Wartezeiten" sowie eine "flächendeckende Kassenversorgung" für die Menschen.

In diesem Zusammenhang verlieh Stocker seinem Unverständnis über die Gastpatienten-Debatte Ausdruck. "Dass Menschen die arbeiten, ins System einzahlen und eine Versorgung brauchen, abgewiesen werden, nur weil sie gerade im anderen Bundesland wohnen, ist der Beweis, dass das System nicht funktioniert", so Stocker.

Nur noch Basisversorgung für Asylwerber

Gleichzeitig brachte Stocker auch einen Punkt zum Thema "Fairness" in die Debatte ein. Er habe nämlich "kein Verständnis dafür, dass Menschen die lange in das System einzahlen, zu lange auf einen Termin warten müssen oder sogar abgewiesen werden. Während gleichzeitig Menschen, die noch nie eingezahlt haben, die volle Versorgung sofort genießen."

Der Stocker-Plan sieht nun vor, dass es für Asylwerber künftig nur noch eine Basisversorgung geben solle, nicht aber "den vollen Zugriff auf alle unsere Gesundheitsleistungen". Weitere Details nannte er zunächst allerdings nicht.

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