Die Zeit von Peter Stöger bei der Wiener Austria neigt sich offenbar dem Ende zu. Der Meister-Coach erklärte nun schon öffentlich, die Favoritner in Richtung des FC Köln verlassen zu wollen und erhöht den Druck auf die violetten Manager. Diese legen sich noch quer. Am Montag gab es noch keine Freigabe - doch diese soll schon sehr bald erfolgen.
Die Zeit von . Am Montag gab es noch keine Freigabe - doch diese soll schon sehr bald erfolgen.
Stöger selbst kann es jetzt nicht mehr schnell genug gehen. "Ich habe mich entschieden: Ich will zum FC. Das wissen auch die Verantwortlichen der Austria. Heute ist Trainingsauftakt, die Zeit drängt", so der 47-Jährige in einem Interview mit dem "Kölner Express". Der Zweitligist hätte Stöger gerne schon am Montag zum besagten Trainingsauftakt als neuen Trainer präsentiert.
Bislang legen sich die Austria-Verantwortlichen aber quer. Mindestens eine halbe Million Euro Ablöse sollen die Deutschen bezahlen, sonst müsste Stöger seinen noch ein Jahr laufenden Vertrag in Favoriten erfüllen. .
Anfangs bot Köln 300.000 Euro, jetzt will der Kultverein die Einnahmen aus einem Freundschaftsspiel mit dem frischgebackenen österreichischen Meister noch drauflegen. Der Ball liegt nun bei der Austria, bisher gab es aber noch keine endgültige Entscheidung.
Optimismus in Köln
Bei den "Geißböcken" gab man sich aber weiter optimistisch. "Stöger hat sich eindeutig zum 1. FC Köln bekannt und wir versuchen jetzt, in den nächsten Tagen so schnell wie möglich Einigung zu erzielen", meinte Jörg Jakobs, der Leiter Kaderplanung und Transfermanagement.
„Wir haben an Austria Wien ein faires Angebot abgegeben, die Forderungen liegen aber noch auseinander", sagte Jakobs. "Wir gehen davon aus, dass wir mit Austria Wien eine Einigung erzielen können." Man habe sich keine Deadline gesetzt. "Wir warten in aller Ruhe auf den Cheftrainer. Wir haben einen Plan B im Hinterkopf, aber wir konzentrieren uns jetzt zunächst auf die Personalie Peter Stöger."
Nimmt Stöger auch Schmid mit?
Im Interview erklärte Stöger zudem, dass er möglicherweise auch Co-Trainer Manfred Schmid mit in die Karnevalsstadt mitnehmen will. "Ich habe auf jeden Fall die Zusage, einen Assistenten meines Vertrauens mitzubringen. Ob das Schmid wird, muss man sehen. Ich habe ihn jetzt erst mal zehn Tage in Urlaub geschickt – wenn man so ein Projekt angeht, wäre es ganz gut, wenn wenigstens einer durchschnaufen konnte."
Die Kölner dürften mit Stöger länger planen wollen und ihm die Chance geben, etwas aufzubauen. "Ich hatte wirklich gute Gespräche mit den Verantwortlichen hier in Wien, in denen klar formuliert wurde: Der Aufstieg ist der Wunsch, aber es geht vor allem um den richtigen Weg. Aber mein Ziel ist schon ganz klar, das zu packen", so der Noch-Austria-Coach.