Deutschland gegen Argentinien - kein WM-Finale gab es öfter: Es steht 1:1. Am Sonntag (21 Uhr) steigt im legendären Maracana-Stadion die dritte Auflage. Die Rollen sind klar verteilt.
) steigt im legendären Maracana-Stadion die dritte Auflage. Die Rollen sind klar verteilt.
in die Favoritenrolle. Dennoch droht ein harter Fight. Alle reden vom "FC Messi", doch Argentiniens Stärke ist die Abwehr: nur drei Gegentore bei der WM, in der K.o.-Runde steht die Null! Deutschlands Teamchef Jogi Löw weiß: Es geht gegen ein Anti-Brasilien.
"Ein Spiel wie im Halbfinale wird es nicht geben. Argentinien ist stark, kompakt, gut organisiert.", so Löw. Bei den Gauchos scheint Angel di Maria fit zu werden – .
Messi scheidet die Geister
Der vierfache Weltfußballer hatte bei 62,5 Prozent der Tore seine Beine im Spiel: "Ich gebe alle meine persönlichen Rekorde für den WM-Titel", sagt er, wirkt aber bei dieser WM wie schon das ganze Frühjahr über nicht in Form.
"Wir erwarten unseren dritten WM-Titel. Aber es wird schwer: Wir haben einen Tag weniger Vorbereitung. Und die Deutschen sind sehr stark", sagt Argentiniens Coach Alejandro Sabella.
Deutsche bereitet Party schon vor
Die Jubelparty am Brandenburger Tor in Berlin ist von Deutschland schon geplant. Für WM-Torrekordler Miroslav Klose und die anderen deutschen Titeljäger zählt für das große Finale nur eines: "Dass wir das Ding in die Höhe stemmen", erklärte der erfolgreichste Torjäger der WM-Geschichte vor der Abreise der Nationalmannschaft am Freitag nach Rio de Janeiro.
Klose betonte aber auch: "Das ist wieder ein ganz anderes Fußballspiel. Wir müssen alles abrufen. Ich weiß, wie beschissen sich das anfühlt, wenn man ein Finale verliert." 2002 nach dem WM-Endspiel gegen Brasilien (0:2) und 2008 nach dem EM-Finale gegen Spanien (0:1) musste er den Platz als Verlierer verlassen.
Deutschland hat mehr Kraft
Das Team von Bundestrainer Joachim Löw musste lange auf den Finalgegner warten - der Kraftakt der Argentinier löste dann aber im deutschen Quartier insgeheim Freude aus. Erst nach einer kräftezehrenden Verlängerung und einem aufreibenden Elfmeterschießen konnten Messi und Co. gegen die Niederlande erleichtert den Endspiel-Einzug bejubeln. Der Energieverlust könnte sich für das weltweit favorisierte DFB-Team beim großen Finale als Vorteil erweisen. "Das tut uns gut", sagte Löws Assistent Hansi Flick zu dem Tag mehr Zeit zur Regeneration.
"Brauchen Top-Leistung"
Dass die Erwartungen in Deutschland jetzt riesengroß sind und das DFB-Team als größerer Titelkandidat gilt, interessiert die Protagonisten nur am Rande. "Es ist mir egal, ob wir Favorit sind oder nicht. Wir brauchen eine Topleistung, um Weltmeister zu werden", erklärte Toni Kroos.
"Jeder kann sich auf ein extrem intensives Spiel einstellen", meinte Mats Hummels, der nach einer Sehnenreizung in der rechten Kniekehle wieder im Training steht.
Statistik spricht für Argentinien
Bereits zum 21. Mal kreuzen gewannen bislang neun Duelle, fünf endeten mit einem Remis. Es ist das zehnte WM-Finale zwischen Europa und Südamerika – nur zwei Mal jubelten die Europäer.