Strache zu Casinos: "Nein, es gab keinen Deal!"

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Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache äußerte sich am Freitag in einem langen Facebook-Posting zur Casino-Affäre. Er verteidigte seinen Sidlo und meinte, die Postenvergabe werde "künstlich kriminalisiert".

In einem langen Facebook-Posting auf seiner privaten Seite äußerte sich Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zur Casinos-Affäre. Er verteidigt Peter Sidlo auf durchaus kuriose Weise.

"Personen mit Erfahrung"

Die Vorwürfe seien "völlig haltlos" schreibt Strache gleich zu Beginn, er weist sie "entschieden" zurück. "Nein, es gab keinen Deal", bekräftigte er.

Zur Erinnerung: Der Verdacht lautet, dass Peter Sidlo in den Casinos-Vorstand berufen wurde, obwohl er völlig unqualifiziert dafür war. Eine Absprache zwischen FPÖ und Novomatic soll dahinterstehen.

Vor diesem Hintergrund klingt es kurios, wenn Strache meint, er sei der festen Überzeugung, dass solche Positionen in staatsnahen Unternehmen "durch Personen besetzt werden sollte, die auch Erfahrung in der Privatwirtschaft haben".

Er schildert dann Sidlos Lebenslauf, der - wie wir bereits wissen - keine Erfahrung in der Glücksspielbranche aufweisen kann. Seine Bestellung hat deswegen möglicherweise sogar gegen das Glücksspielgesetz verstoßen. Strache attackiert bei dieser Gelegenheit auch Sidlos Vorgänger, den SPÖ-Kandidaten Dietmar Hoscher, der - wie Strache meint - direkt von seiner politischen Funktion in den Posten wechselte.

"Künstlich kriminalisiert"

Er habe sich für Sidlo eingesetzt, das gibt Strache zu. Allerdings sieht er darin nichts Verwerfliches. Er habe den Eindruck, dass nur die FPÖ für Personalnominierungen "künstlich kriminalisiert" werde: "Dabei war es in den letzten Jahrzehnten immer üblich, dass die Regierungsparteien sich auch Nominierungsrecht (...) ausbedungen haben. Wenn es die FPÖ macht, ist es ein Skandal und es wird ein Deal unterstellt", schreibt Strache auf Facebook.

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Maria Theresia von ÖsterreichGood NewsPolitikFPÖHeinz-Christian Strache

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