VCÖ fordert Schutz von Böden

Straßennetz in NÖ mit 36.300 km an der Spitze

Klimawandel und Bodenversiegelung gefährden die Lebensmittelversorgung in Österreich. Der "VCÖ – Mobilität mit Zukunft" hat deutliche Forderungen.
Niederösterreich Heute
16.08.2026, 07:45
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Der Klimawandel und die Bodenversiegelung gefährden laut der Hagelversicherung die Lebensmittelversorgung in Österreich, so der "VCÖ – Mobilität mit Zukunft" in einer Aussendung. Die Mobilitätsorganisation fordert jetzt als Konsequenz, dass die Böden vor weiterer Verbauung geschützt werden.

NÖ an der Spitze

Niederösterreich steht im Straßennetz-Vergleich mit 36.305 Kilometern deutlich an der Spitze. Auf dem zweiten Platz ist die Steiermark mit 24.643 Kilometern, auf dem dritten Platz Oberösterreich mit 20.824 Kilometern.

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Die letzten zwei Plätze belegen ganz dicht hintereinander Vorarlberg (2.913 Kilometer) und Wien (2.855 Kilometer).

Schäden in der Landwirtschaft

Michael Schwendinger vom VCÖ erklärt: "Ein Weiter wie bisher hinterlässt verbrannte Erde und gewaltige Schäden. Es braucht ein rasches Umlenken hin zum Schutz der Böden vor weiterer Verbauung, etwa durch Straßen, Zersiedelung und Parkplätze."

Die Schäden für die Landwirtschaft würden bislang eine Milliarde Euro betragen – wegen Hitze und Dürre.

Fahrgemeinschaften und Öffentlicher Verkehr

In Niederösterreich sind nur für den Verkehr 382 Quadratkilometer versiegelt – das ist eineinhalb-Mal der Bezirk Mödling. Das NÖ-Straßennetz mit 36.305 Kilometern entspricht beinahe der Distanz von einer Erdumrundung.

"Gerade im Verkehr liegen zahlreiche bessere Lösungen als der Bau neuer Straßen am Tisch. Der Öffentliche Verkehr kann viele Menschen transportieren und benötigt dafür wenig Fläche. Wenn durch Fahrgemeinschaften künftig im Schnitt zwei Personen im Auto sitzen, dann reduziert das die Zahl der Autos auf der Straße im Vergleich zu heute um rund 40 Prozent. Und das sind nur zwei Beispiele neben weiteren möglichen Maßnahmen", so Schwendinger.

VCÖ schlägt Versiegelungsabgabe vor

Der VCÖ will, dass der Straßenbau zeitlich befristet aufgeschoben wird sowie stattdessen Maßnahmen für eine effizientere, platzsparende Mobilität umgesetzt werden. Auch die Zersiedelung soll gestoppt, dafür sollen die Ortskerne gestärkt und belebt werden.

Der VCÖ schlägt außerdem eine Versiegelungsabgabe vor: Je nach Größe der versiegelten Fläche soll eine Abgabe bezahlt werden. Die Einnahmen sollen dann für die Entsiegelung und Begrünung genutzt werden.

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