"Themen wie Inzest"

Streit in Ellmau: Geschwister schießen gegen Bergdoktor

Ein deutsches Geschwisterpaar aus dem "Bergdoktor"-Dorf Ellmau bat TV-Star Hans Sigl schriftlich um Hilfe. Bis heute kam keine Antwort.
Heute Entertainment
28.07.2026, 12:56
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Sie suchten Hilfe beim "Bergdoktor", doch eine Antwort bekamen sie nie. Auf dem Höhepunkt eines erbitterten Nachbarschaftsstreits im Tiroler Ellmau schrieben die deutschen Geschwister Carsten (60) und Gabriele Olbrich (64) Ende 2022 einen persönlichen Brief an Serienstar Hans Sigl (57). "Das war ein Hilfeschrei", sagen die beiden. Passiert ist nichts.

Knapp vier Jahre später sitzt die Enttäuschung tief. "Wir wundern uns, dass Themen wie Inzest und Kindesmissbrauch im wirklichen Leben für das ZDF und Herrn Sigl offenbar keine Rolle spielen", sagt Carsten Olbrich gegenüber der "Bild". Sein bitteres Fazit: "Den Kümmerer Dr. Martin Gruber gibt es in der realen Welt des Herrn Sigl nicht."

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Falsche Inzest-Gerüchte

Hintergrund ist ein Streit, der seit Jahren schwelt. Die aus Wolfsburg stammenden Geschwister fühlen sich von Teilen der Dorfgemeinschaft verleumdet und verfolgt. Im März 2018 tauchte eine anonyme Anzeige samt Fake-Website auf, die den falschen Eindruck erwecken sollte, die beiden hätten eine sexuelle Beziehung. Das Landeskriminalamt ermittelte und durchsuchte ihr Haus.

Ende Mai 2018 stellte die Staatsanwaltschaft Innsbruck das Verfahren wegen Blutschande, so der juristische Begriff für Inzest in Österreich, wieder ein. Der Vorwurf sei "nicht nachweisbar", hieß es. Nach Darstellung der Olbrichs steckte ein Nachbar hinter der Anzeige, in dessen Lokal immer wieder Szenen des "Bergdoktors" gedreht wurden.

Am 31. Juli 2022 eskalierte der Streit in einer blutigen Prügelei. Der Tiroler Schlagersänger Hansi Kiesler (70), ein Freund des Wirts, soll auf die Geschwister eingeschlagen haben. Carsten Olbrich erlitt nach eigenen Angaben unter anderem eine Rippenfraktur, seine Schwester einen Nasenbeinbruch. Kiesler schildert den Vorfall anders, der Fall wird im September vor dem Landesgericht Innsbruck verhandelt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Nach diesem Gewaltausbruch flammten die Gerüchte erneut auf. Für die Olbrichs war das der Anlass, sich an Hans Sigl und das ZDF zu wenden. In ihrem Brief baten sie um ein Gespräch und warnten, das ZDF würde die Nähe zu "derartigen etwaigen Tatorten" wohl nicht begrüßen. Eine Reaktion blieb aus.

Die Produktionsfirma ndF, die den "Bergdoktor" für das ZDF produziert, stellte auf Anfrage klar, dass sich Sigl nicht äußern werde. Er sei "in keinster Weise" in den Streit involviert, ein Statement werde es nicht geben.

{title && {title} } red, {title && {title} } 28.07.2026, 12:56
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