Rapper steht vor Gericht

"Gleich da" – Letzte SMS, dann wurde sie (14) getötet

Musiker D4vd muss sich nun wegen Mordes an einer 14-Jährigen vor Gericht verantworten. Dort wurden jetzt die letzten Nachrichten verlesen.
Heute Entertainment
28.07.2026, 08:26
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Mit einer kurzen Nachricht kündigte sie ihre Ankunft an. Wenig später verstummte ihr Handy für immer. Im Verfahren gegen US-Musiker D4vd (21) hat die Staatsanwaltschaft nun die letzten Minuten der 14-jährigen Celeste Rivas Hernandez rekonstruiert und erhebt dabei schwerste Vorwürfe gegen den Rapper.

Nach Darstellung der Anklage stieg Celeste am Abend des 23. April 2025 in ein Uber, das D4vd, mit bürgerlichem Namen David Anthony Burke, für sie bestellt haben soll. Ziel war sein Haus in den Hollywood Hills.

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Richterin sieht genügend Hinweise

Kurz vor ihrer Ankunft schrieb die 14-Jährige dem Musiker ihre letzte Nachricht: "Ich bin gleich da, mach die Tür auf, wenn du zu Hause bist."

Danach habe es laut Staatsanwaltschaft keine weiteren Nachrichten oder Anrufe von ihrem Handy gegeben.

Die Ermittler gehen davon aus, dass Celeste unmittelbar nach ihrer Ankunft getötet wurde. Die Staatsanwaltschaft sprach während der Voranhörung von einem überwältigenden "Berg an Beweisen" und rekonstruierte ihre letzten Stunden vor Gericht detailliert.

Richterin Charlaine Olmedo entschied nach einer fünftägigen Voranhörung, dass genügend Hinweise für einen Prozess vor einem Geschworenengericht vorliegen.

Dem 21-Jährigen werden unter anderem Mord, fortgesetzter sexueller Missbrauch eines Kindes unter 14 Jahren sowie Verstümmelung menschlicher Überreste vorgeworfen. Zudem ordnete das Gericht an, dass D4vd bis auf Weiteres ohne Kaution in Haft bleibt.

Die Verteidigung widerspricht der Darstellung der Staatsanwaltschaft entschieden. Anwältin Marilyn Bednarski erklärte vor Gericht, es gebe ihrer Ansicht nach keine Beweise für eine vorsätzliche Tötung. Die zahlreichen Nachrichten zwischen Burke und der 14-Jährigen würden aus ihrer Sicht vielmehr zeigen, dass er ihr Zuneigung und Fürsorge entgegengebracht habe.

Die Staatsanwaltschaft sieht das anders. Sie wirft dem Musiker vor, Celeste manipuliert, sexuell missbraucht und schließlich getötet zu haben. Als mögliches Motiv nennen die Ermittler die Befürchtung, das Mädchen könnte die Beziehung öffentlich machen und damit seine Karriere gefährden.

Ob sich diese Vorwürfe vor Gericht bestätigen, ist offen. Die Anklageverlesung ist für den 31. August angesetzt. Dann muss sich D4vd offiziell vor Gericht verantworten.

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