Wer konsequent zum jeweils günstigsten Alternativanbieter wechselte, zahlte beim Energiepreis für Strom und Gas im Schnitt rund ein Drittel weniger als beim günstigsten Tarif des jeweiligen Landesversorgers. Das zeigt eine Langzeitanalyse des Vergleichsportals tarife.at über elf Quartale seit Anfang 2024.
Bei zwei untersuchten Verbrauchsstufen wird der Unterschied besonders greifbar: Bei 7.500 kWh Strom waren es im Schnitt 454 Euro pro Jahr, bei 25.000 kWh Gas 694 Euro. Zusammengerechnet ergeben diese beiden Vergleichswerte 1.148 Euro.
Wichtig: Das ist keine garantierte Ersparnis für jeden Haushalt. Die Summe gilt für genau diese Verbrauchswerte und betrifft nur den Energiepreis. Netzentgelte und Abgaben ändern sich durch einen Wechsel nicht.
Für die Untersuchung wurden die günstigsten Normaltarife der neun Landesversorger mit den jeweils günstigsten österreichweit verfügbaren Alternativtarifen verglichen.
In 678 von insgesamt 693 Fällen war der Alternativanbieter günstiger. Nur in zwölf Fällen lag der Landesversorger vorne, dreimal waren die Preise gleich.
"Der Energiepreis ist der einzige Posten auf der Energierechnung, über den Haushalte selbst entscheiden. Dort liegen die Angebote rund ein Drittel auseinander", sagt tarife.at-Geschäftsführer Michael Kreil.
Vor allem beim Strom gab es je nach Landesversorger deutliche Unterschiede. Wie viel ein Wechsel tatsächlich bringt, hängt deshalb auch davon ab, in welchem Netzgebiet sich der Haushalt befindet und wie hoch der Verbrauch ist.
Zuletzt sind die Preisunterschiede zwar kleiner geworden. Auch im dritten Quartal 2026 war der günstigste Alternativtarif beim Strom aber in allen untersuchten Fällen günstiger als der beste Tarif des Landesversorgers. Beim Gas galt das mit einer Ausnahme ebenfalls.
Wer vergleichen will, sollte deshalb auf den eigenen Verbrauch achten. Die genannten Beträge sind Durchschnittswerte der Untersuchung und beziehen sich ausschließlich auf den Energiepreis.