Auf Abenteuer-Tour

Studie enthüllt: Das macht deine Katze in der Nacht

Wie weit entfernt sich eine Freigängerkatze eigentlich von ihrem Zuhause? Eine GPS-Auswertung zeigt, wie groß die täglichen Touren sind.
Österreich Heute
26.08.2026, 10:45
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Es war das große Mysterium, jetzt gibt es die Daten dazu. Was machen Hauskatzen in der Nacht, wie weit gehen ihre Streifzüge? Eine neue GPS-Auswertung mit Daten von 952 Freigängerkatzen gibt darauf erstaunlich genaue Antworten. Die Tiere wurden von Weenect (ein führender Anbieter von GPS-Trackern für Haustiere) in zehn Ländern vier Wochen lang "verfolgt".

Besonders spannend ist der Blick auf Österreich: Sechs von zehn Katzen (genau 62,9 %) sind auch in der Nacht unterwegs.

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Im Schnitt 633 Meter pro Tag

Die typische österreichische Katze legt an einem Tag rund 743 Meter zurück. Dabei verbringt sie 87,6 Prozent (Medianwert) ihrer Zeit in der Nähe ihres Zuhauses. Freigang bedeutet also nicht automatisch, dass die Samtpfote kilometerweit durch die Gegend zieht.

Kater gehen deutlich weiter

Beim Streifzug zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern. Ein durchschnittlicher Kater legt laut Auswertung knapp 999 Meter pro Tag zurück und hat ein Revier von rund 20.000 Quadratmetern.

Weibliche Katzen kommen dagegen auf etwa 10.700 Quadratmeter. Der Kater ist damit beim Revier fast doppelt so großzügig unterwegs.

Interessant: Eine Kastration scheint den Bewegungsdrang der Kater nur wenig zu bremsen. Unkastrierte Kater legen im Median lediglich rund zehn Prozent mehr Strecke zurück als kastrierte.

Manche Katzen werden zu echten Kilometerfressern

Doch einzelne Tiere sprengen diesen Rahmen deutlich. Die aktivsten Tiere der Studie schafft mehr als 7.000 Meter pro Tag.

Eine dieser "Superkatzen" kann dabei ein Revier von bis zu 240.000 Quadratmetern nutzen – das entspricht ungefähr 30 Fußballfeldern. Bis zu elf regelmäßig besuchte Orte wurden bei einzelnen Tieren registriert.

Die faulsten Katzen leben übrigens in Spanien, sie bewegen sich pro Tag laut Studie 547 Meter. In der Schweiz ist ihre Wanderlust am größten: 1.275 Metern.

Die GPS-Daten zeigen damit vor allem eines: Die meisten Freigänger sind keine großen Abenteurer. Sie haben ihre vertrauten Wege und Orte – doch einzelne Katzen legen erstaunliche Distanzen zurück.

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