Während die Debatte um künstliche Intelligenz oft in Extremen geführt wird, liefert eine aktuelle Erhebung des Personaldienstleisters Hays nun konkrete Zahlen: Nicht alle IT-Jobs sind gleich stark von KI betroffen.
Im Rahmen einer weltweiten Online-Befragung wurden knapp 10.000 Tech-Experten zu 20 verschiedenen IT- und Entwicklerrollen befragt. Das Ergebnis: Am stärksten bedroht sind RPA Engineers, Java-Entwickler, Software Engineers und Test-Analysten.
Wie computerwoche.de berichtet, können bei diesen Berufen besonders viele Tätigkeitsfelder durch KI übernommen werden. KI-Agenten erledigen bereits jetzt Aufgaben wie Coding, Reviews, Deployment oder Pull-Request-Zyklen.
"Der Einfluss von KI auf IT-Positionen ist wesentlich differenzierter, als es die öffentliche Debatte vermuten lässt", erklärt Andreas Sauer, Bereichsleiter Technology bei Hays. Tech-Kompetenz werde nicht pauschal obsolet.
Cloud Engineers sind laut dem Ranking nur mittelmäßig von KI betroffen. Noch besser sieht es für Security Engineers aus: Zwar können auch sie KI für Dokumentationen nutzen, aber die finale Entscheidung über Sicherheitsrichtlinien bleibt beim Experten.
Überraschend: KI-Berater Alexander Hendorf erwartet, dass Unternehmen kurz- und mittelfristig sogar mehr erfahrene Entwickler brauchen werden. "Agenten verstärken die vorhandene Softwarequalität", so Hendorf.
Damit KI-Systeme stabil in der Produktion laufen, müssen Schnittstellen, Datenmodelle und Tests auf ein neues Niveau gehoben werden. Entwickler werden künftig weniger als reine Programmierer gebraucht, sondern als "Kontext-Designer für KI-Agenten" mit mehr Kompetenz in Systemdenken und Architektur.