Etwas überraschend kommt die Entscheidung schon, wollten doch einige Klubs (Rapid, Austria, Salzburg) die Wiederwahl von Pucher verhindern - mit dem Argument, dass die Doppelfunktion als Bundesliga- und Mattersburg-Präsident unvereinbar sei.
Nun stellte zwar Pucher sein Amt zur Verfügung, sein Nachfolger ist mit Sturm-Präsident Hans Rinner aber erneut einer, der auch in einem Bundesliga-Verein das Sagen hat. Rinner setzte sich gegen Dietmar Hoscher und Veit Schalle durch.
Die "Kleinen" waren für Rinner
Hoscher, Vorstand von Bundesliga-Sponsor tipp3 und Kuratoriumsmitglied bei Rapid, war von den drei Großklubs ins Spiel gebracht worden und galt lange Zeit als Favorit. Ex-Billa-Manager Schalle war Außenseiterkandidat, er wurde öffentlich nur von Austria Kärnten forciert.
Rinners Erfolgsgeheimnis dürfte die Unterstützung der ADEG-Liga-Vereine gewesen sein. Die Wahlwerbung des Sturm-Präsidenten zielte darauf ab, dass die Kluft zwischen "Großen" und "Kleinen" nicht zu weit aufreißen dürfe.
Verwirrende Wahl
Die Entscheidung selbst gibt jedenfalls einige Rätsel auf. So teilte die Bundesliga am Freitag um kurz nach 14:00 Uhr mit, dass die Wahl auf den 7. Dezember vertagt worden sei. Um 14:44 Uhr berichtete schließlich die APA, dass sich die Präsidenten-Konferenz auf Rinner geeinigt hätte.