Wien

Drogen, Wetten – Hilfsangebot für junge Suchtkranke

Wien baut das Unterstützungsangebot für Menschen zwischen 16 und 25 Jahren aus, die psychische Probleme und mit Süchten zu kämpfen haben.
Heute Redaktion
30.05.2023, 18:21
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Das Projekt "API Steps" soll jungen Menschen helfen, die mit psychiatrischen Erkrankungen und problematischem Konsumverhalten konfrontiert sind, wie der "ORF" berichtet. Es handelt sich um eine Kooperation der Sucht- und Drogenkoordination Wien mit dem Anton Proksch Institut, wo die Behandlung stattfindet, und richtet sich an 16 bis 25-jährige.

Familie und Freunde werden einbezogen

Aktuell stehen fünf stationäre Betten zur Verfügung, auf zwölf Betten sowie vier ambulante Plätze könnte im nächsten Jahr noch aufgestockt werden. Behandelt werden Menschen, die süchtig nach Alkohol, Nikotin oder Tabletten sind, aber auch Spielsüchtige. Vorgesehen sind Therapieangebote, das Umfeld der Betroffenen soll in die Betreuung mit einbezogen werden. 

Das Behandlungsfeld ist breit gefächert, angeboten wird etwa Sozialarbeit, Psychotherapie, Gruppensettings, Körperwahrnehmung, Arbeits-, Kreativ-, Kunst-, Musik- oder Bewegungstherapie. Auch an Ausbildung und Beruf sowie dem sozialen Netzwerk soll gearbeitet werden.

Bei psychischer Belastung trinken Österreicher mehr

Psychische Belastungen gehen mit einem höheren täglichen oder fast täglichen Alkoholkonsum einher – das ergab eine Umfrage der Gesundheit Österreich GmbH. Bei geringer Belastung würden Männer zwischen 15 und 34 Jahren acht Prozent täglichen oder fast täglichen Konsum angeben, bei moderater oder starker Belastung jedoch 31 Prozent. Wem es seit der Pandemie psychisch schlechter geht, trinkt häufiger als jene Personen, bei denen sich die psychische Gesundheit verbessert hat oder gleich blieb.

Auch zwischen der psychischen Situation und der Sucht nach Glücksspielen oder Sportwetten gäbe es einen Zusammenhang. Bei Männern sind es neun Prozent bei geringer Belastung und 24 Prozent bei moderater oder hoher Belastung, bei Frauen drei Prozent bei geringer und acht Prozent bei moderater oder hoher Belastung. Gleichzeitig steigt auch die Dauer der Nutzung von Computerspielen.

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