"Ich geh mal kurz zum Supermarkt" - für viele Wiener gehört dieser Satz zum Alltag. Doch immer mehr Menschen setzen auf sogenannte FoodCoops. Jetzt öffnen 15 dieser Einkaufsgemeinschaften gleichzeitig ihre Türen für Besucher.
Am 29. Mai findet erstmals der stadtweite "Tag der offenen FoodCoops" statt. Zwischen 15 und 20 Uhr gibt es in ganz Wien Führungen, Verkostungen und Mitmach-Programme rund um regionale und nachhaltige Lebensmittel.
Hinter der Aktion steht ein Team aus Studierenden verschiedener Wiener Universitäten. Im Rahmen der Lehrveranstaltung "Sustainability Challenge" wollen sie FoodCoops bekannter machen und zeigen, wie gemeinschaftlicher Lebensmitteleinkauf funktioniert.
Eine FoodCoop ist keine klassische Einkaufsstätte, sondern eine organisierte Einkaufsgemeinschaft. Mitglieder bestellen Lebensmittel direkt bei regionalen Produzenten, die Waren werden gesammelt geliefert und später abgeholt. Gewinnmargen oder lange Lieferketten fallen dabei weg.Im Mittelpunkt stehen Transparenz, faire Preise, unverpackte Produkte und der Austausch im Grätzl.
"Eine FoodCoop ist keine Einkaufsstätte, sondern eine lebendige Gemeinschaft - und ein konkreter Beitrag zu Ernährungssouveränität statt Konzernprofiten", heißt es von den Organisatoren. In Wien gibt es mittlerweile mehr als 30 solcher Initiativen in fast allen Bezirken. Trotzdem seien sie vielen Menschen noch kaum bekannt.
Besonders eng arbeitet das Studierenden-Team mit der Hernalser FoodCoop "Rübezahl 17" zusammen. Dort werden Gemüse, Obst, Milchprodukte oder Getreide direkt von kleinstrukturierten Betrieben aus Wien und Niederösterreich bezogen. Die Mitglieder bestellen online und holen ihre Produkte wöchentlich im Depot ab.
Das Programm beim Aktionstag fällt je nach Standort unterschiedlich aus. Geplant sind unter anderem Straßenfeste, Musik- und Kinderprogramme, interaktive Infostationen sowie Verkostungen regionaler Produkte. Besucher können sich außerdem direkt vor Ort als Mitglied anmelden.