Superstar Bale rechnet knallhart mit Real-Fans ab

Gareth Bale hat die Nase voll.
Gareth Bale hat die Nase voll.Bild: imago sportfotodienst
Einst war Gareth Bale der umjubelte Rekordtransfer. Inzwischen ist der Waliser bei Real Madrid in Ungnade gefallen. Jetzt rechnet er mit den Fans ab.
Dicke Luft in Madrid! Gareth Bale kam 2013 für 101 Millionen Euro Ablöse von Tottenham zu Real – Rekord! Inzwischen wurde die astronomische Summe mehrfach überboten. Auch der Jubel über den Waliser ist verstummt.

Obwohl er noch für das Wappen der Königlichen spielt, sind die eigenen Fans gar nicht gut auf den Wirbelwind zu sprechen. Mangelnde Spielzeit, fehlender Respekt, zu lange im Schatten von Ex-Real-Star Cristiano Ronaldo – Bale fühlt sich bei seinem Klub nicht wohl. Das versteckte er nicht. Öffentlich liebäugelte er mit einem Abschied. Als dieser, auch wegen seines hohen Gehaltes, im Sand verlief, stichelte er.

Nach der erfolgreichen EM-Qualifikation hielt er lachend eine Wales-Flagge in die Kameras, auf der geschrieben stand: "Wales. Golf. Madrid. In dieser Reihenfolge." Es war der Tropfen, der für die Fans des spanischen Giganten das Fass zum Überlaufen brachte. Bale ist leidenschaftlicher Golfer. Es war zu diesem Zeitpunkt schon ein Running Gag, dass er seine Zeit lieber auf dem Golfplatz verbrachte als im Santiago Bernabeu.

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Der Gegenwind von den Real-Fans fiel erwartungsgemäß hart aus. Bale wurde zum Teil angefeindet. Jetzt holt er zum Gegenschlag aus. "Es ist eines dieser Dinge, die man nicht erwartet. Als ich nach Madrid kam, wusste ich nicht wirklich etwas darüber. Man erwartet nicht, dass die Anhänger so etwas ihrem eigenen Spieler antun", sagt er im "The Hat-Trick" Podcast.

Sein Hauptkritikpunkt: "Ich kann es nachvollziehen, wenn es sich an die Mannschaft richtet, wenn sie nicht gut spielt oder zur Halbzeit einige Tore zurückliegt. Aber seinen eigenen Spieler auszubuhen oder seinen eigenen Spieler auszupfeifen, wie sie es tun, ist einfach falsch."

Einmal in Rage, ist Bale kaum mehr zu stoppen: "Wenn sie anfangen zu pfeifen, sinkt das Selbstvertrauen noch mehr – alles wird noch schwieriger. Man wird schlechter spielen, was sie noch wütender machen wird."

Er nimmt auch zu der oben angesprochenen Wales-Fahne Stellung: "Ich hatte das Banner einige Wochen zuvor gesehen. Die Jungs hatten es mir gezeigt und sagten: 'Wenn wir uns qualifizieren, versuchen wir es zu finden und zu holen.' Ich sagte: 'Tut was ihr wollt, aber ich werde nicht gehen, um es zu holen.' Es war ein Scherz, als Spaß gemeint. Die Leute können es sehen, wie sie wollen."

Das sitzt! Die Rückkehr zu seinem Klub wird für Bale nach der Corona-Krise alles andere als gemütlich. Sein Vertrag läuft noch bis 2022. Vielleicht weiß er aber auch schon mehr...





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