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Sushi-Lecker soll jetzt 447.000 Euro Strafe zahlen

Im Jänner ging ein Video viral, in dem ein Jugendlicher Sushi ableckt und wieder zurückstellt. Deshalb erlitt die betroffene Kette Millionenverluste.
11.06.2023, 18:19
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Die Sushi-Kette Akindo Sushiro Co verklagt einen Oberstufenschüler auf 67 Millionen Yen (umgerechnet 447.000 Euro), nachdem der Jugendliche mit einem Video aus einem Restaurant landesweit für Furore gesorgt hatte.

Das ist passiert

Im Jänner 2023 tauchte zunächst ein Video auf, in dem ein Jugendlicher zuerst den Deckel einer Sojasauce und kurz danach den Rand einer Teetasse, die er danach wieder zurückstellte, ableckt. Anschließend schleckt er seinen eigenen Finger ab und berührt ein Stück Sushi, das auf dem Laufband im Akindo Sushiro-Restaurant vorbeifährt.

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Diese Auswirkungen hatte das Video

Innerhalb wenigen Tagen erreichte das Video auf Twitter über 40 Millionen Aufrufe. Zugleich tauchten weitere Videos auf, in denen Jugendliche in Sushi-Restaurants Besteck abschlecken und ihr Wasabi auf die Sushis anderer streichen. Unter dem "Trend", der nach kurzer Zeit als "Sushi-Terror" bekannt war, wurden wohl auch Videos veröffentlicht, die schon Jahre zuvor entstanden waren.

Diese Folgen hatte das Video für die Sushikette

Akindo Sushiro sah sich nach dem viralen Video mit direkten Folgen konfrontiert: So brach der Aktienkurs der Sushi-Kette im sonst so hygienischen Japan zeitweise um fünf Prozent ein. Wenig später hieß es seitens Sushiro, dass sich der Übeltäter des Videos, das die Sache ins Rollen gebracht hatte, entschuldigt habe. Dennoch kündigte die Firma an, Anzeige einzureichen.

Darum fordert die Sushikette so viel Geld

Nun hat sie dies getan und den Jugendlichen auf umgerechnet 447.000 Euro verklagt. Wie CNN schreibt, habe die Kette laut eigenen Angaben durch das Video einen Verlust von etwa 115 Millionen Dollar erlitten, weil daraufhin ein Kundenrückgang und auch ein Aktieneinbruch beim Mutterunternehmen beobachtet wurde.

Das sagt der Anwalt des Jugendlichen

Der Rechtsbeistand des Studenten hat sich derweil im Mai an das Gericht gewandt und darum gebeten, die Klage abzuweisen. Der Student habe die Tat zugegeben und seine Reue ausgedrückt – zudem gebe es keinen Beweis für einen Zusammenhang zwischen seinem Handeln und dem Rückgang der Kundenzahlen bei der Sushikette.

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