Kaum Tanker durch Hormus

Tank-Hammer! Iran-Krise treibt Sprit Richtung 2 Euro

Der Iran-Krieg lässt die Spritpreise weltweit durch die Decke gehen. Auch in Österreich bleibt dies nicht unbemerkt. Kritik kam bereits vom ÖAMTC.
Newsdesk Heute
20.07.2026, 10:12
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Der Frieden zwischen den USA und dem Iran ist in weite Ferne gerückt, so auch eine Entspannung an den Zapfsäulen. Grund ist die Lage in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge – der Straße von Hormus. Nur wenige Schiffe konnten am Wochenende passieren. Laut dem Finanzdatenanbieter LSEG durchquerten am Sonntag nur vier Frachter die Meerenge – am Samstag waren es acht.

Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) meldete in der Nacht auf Montag gar, dass ein Schiff nahe dem Oman in Flammen steht. Die iranischen Revolutionsgarden sprachen von zwei explodierten Öltankern und betonten, dass "kein einziger Tropfen Öl und Gas" sicher durch die Meerenge transportiert werden könne, solange die US-Aggression andauern würde.

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Preise nähern sich Zwei-Euro-Marke

Dies macht sich auch auf dem Markt bemerkbar. Ein Barrel (159 Liter) der Marke Brent kostet nun 91,42 US-Dollar (79,95 Euro). Der Preis ist damit seit Anfang Juni wieder über die 90-Dollar-Marke geklettert. Seit Anfang Juni wurde die Öl-Sorte bereits um 30 Prozent teurer, berichtet "Krone".

Auch in Österreich geht man davon aus, dass die Preise an den Zapfsäulen in die Höhe schießen werden. Daten vom Sonntag zufolge lag der Diesel im bundesweiten Schnitt bei 1,92 Euro. Für Super musste man 1,80 Euro bezahlen. Die Preise sind also erneut stark gestiegen und gehen wieder in Richtung der Zwei-Euro-Marke. Vor allem in Tirol, Wien und Salzburg musste man tiefer in die Tasche greifen. Auch Reisewellen würden sich negativ auswirken.

Alarmierende Zahlen

Aber auch vor der erneuten Eskalation war hierzulande wohl nicht viel von einer Entspannung zu merken. So kritisierte der ÖAMTC, dass die gesunkenen Rohölpreise im Juni nur teilweise an den Tankstellen angekommen seien. Die Differenz zwischen den Nettopreisen für Benzin sowie Diesel und einem Liter Öl sei deutlich höher als vor dem Iran-Krieg. Daher pocht der ÖAMTC auf eine Untersuchung und auf die stärkere Reglementierung der internationalen Preisnotierungen.

Auch im EU-Vergleich stehe Österreich schlecht da. Aktuellen Zahlen der EU-Kommission zufolge seien die Nettopreise für Kraftstoffe im Juni hierzulande nicht so sehr gesunken wie im Durchschnitt der Mitgliedstaaten. Der ÖAMTC vermutet daher, dass die günstigeren Rohölpreise nicht an die Kunden weitergegeben wurden.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 20.07.2026, 10:18, 20.07.2026, 10:12