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Tasche gefunden, von Grazer Paar fehlt weiter jede Spur

In Griechenland dauert die Suche nach einem vermissten steirischen Ehepaar weiterhin an. Mittlerweile konnte eine Tasche der beiden gefunden werden.
David Huemer
08.09.2023, 17:21
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Heftige Unwetter und sintflutartige Regenfälle sorgen in Teilen Griechenlands derzeit für schwere Überschwemmungen. Zahlreiche Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Weiterhin versuchen die Einsatzkräfte Menschen aus überfluteten Dörfern in Sicherheit zu bringen. Laut den griechischen Behörden kamen bisher sechs Personen ums Leben, unzählige Personen gelten als vermisst. 

Wie "Heute" berichtete, befindet sich unter den vermissten Personen auch ein Ehepaar aus Graz. Die beiden 35-Jährigen verbrachten laut lokalen Medienberichten ihre Flitterwochen in der Region Pilion. Als die Wassermassen die Region erreichten, sollen sich die beiden Steirer dazu entschieden haben, das Unwetter in ihrem Bungalow auszusitzen. "Es war sehr schwierig, in diesem Moment zu entscheiden, was zu tun ist", erklärte Thanasis Samaras, Besitzer der Unterkunft, gegenüber Medien. 

Laut BBC-Informationen soll der Bungalow mit den beiden von einer Sturzflut mitgerissen und ins Meer gespült worden sein. Seither suchen Rettungskräfte vergeblich nach dem Ehepaar. Mittlerweile wurde eine Tasche der beiden im Katastrophengebiet entdeckt. 

Suche gestaltet sich schwierig

"Bisher haben wir nur eine Tasche von ihnen gefunden, das Auto steht noch da, das war auf der anderen Seite vom Haus abgestellt", schildert einer der Helfer gegenüber Medien. Er selbst kenne die Familie der vermissten Frau schon seit 30 Jahren. "Die Tochter kenne ich quasi seit ihrer Geburt", so der 59-Jährige. Die Familie sei immer wieder zum Urlauben in den Ort gekommen. 

Das Außenministerium steht derzeit in direktem Kontakt mit den Angehörigen. Die Suche nach dem Paar gestalte sich aufgrund der Wassermassen äußerst schwierig. "Es ist eine sehr, sehr schwierige Lage", wird Antonia Praun, Sprecherin des Außenministeriums, in der "Kleine Zeitung" zitiert. Demnach können die Einsatzkräfte das betroffene Gebiet derzeit nur mit Booten erreichen. 

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