Taucher starb bei Apnoe- Rekordversuch

Der amerikanische Extremtaucher Nicholas Mevoli ist bei einem Rekordversuch auf den Bahamas ums Leben gekommen. Er wollte mit nur einem Atemzug 72 Meter in die Tiefe tauchen. Zwar kam er noch aus eigener Kraft an die Oberfläche, dann aber starb er.

Mevoli wollte einem Bericht der "New York Times" zufolge am Sonntag bei einer Meisterschaft ohne Sauerstoffgerät und nur mit einem einzigen Atemzug auf eine Tiefe von 72 Metern vorstoßen. Trotz Problemen in 68 Metern Tiefe habe der 32-jährige New Yorker versucht, sein Ziel doch noch zu erreichen.

Nach drei Minuten und 38 Sekunden sei Mevoli dann aus eigener Kraft wieder nach oben gekommen, habe sich aber nicht mehr richtig artikulieren können und die Augen verdreht, schrieb die "New York Times" weiter. Anschließend sei er nach hinten ins Wasser gekippt und habe das Bewusstsein verloren.

90 Minuten lang erfolglos wiederbelebt

Rettungskräfte versuchten den Sportler anschließend 90 Minuten lang wiederzubeleben - ohne Erfolg. Mevoli habe ein Lungenödem entwickelt, zudem seien ihm 800 Kubikzentimeter Flüssigkeit aus der Lunge entfernt worden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen Zeugen. Die Zeit bis zum nächsten Atemzug wird als Apnoe bezeichnet - daher auch der Name Apnoetauchen.

Laut "New York Times" war Mevoli der erste Amerikaner, dem es gelang, ohne Hilfe auf eine Tiefe von 100 Metern vorzudringen. Dabei hatte der Apnoetaucher allerdings ein Monofin - eine spezielle Flosse - benutzt. Bei einer anderen Variante des Free Diving nutzen die Taucher einen Schlitten, um in möglichst kurzer Zeit in die Tiefe zu gelangen.

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