Der Fall der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes bewegt weiterhin ganz Deutschland. Am Sonntag versammelten sich Tausende Menschen am Münchner Königsplatz, um gegen sexualisierte Online-Gewalt zu demonstrieren.
Es ist bereits die vierte große Demo in wenigen Tagen. Zuvor waren Menschen in Berlin, Hamburg und Köln auf die Straße gegangen. Organisiert wurde die Kundgebung in München von der Grünen Jugend.
Laut n-tv.de forderten die Teilnehmer strengere Gesetze gegen digitale Gewalt gegen Frauen, konkret die Strafbarkeit der Erstellung und Verbreitung sexualisierter Deepfakes sowie eine konsequente Plattformregulierung.
Als Rednerin trat Katharina Schulze auf, die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag. Auch der designierte Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) nahm an der Demonstration teil.
Fast 200 prominente Männer haben sich mittlerweile öffentlich mit Fernandes solidarisiert. Sie forderten in einer gemeinsamen Erklärung konkrete Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische und digitale Gewalt.
Männer aller Generationen seien eingeladen, "ihre eigene Rolle und Verantwortung zu reflektieren, der männlichen Gewalt an Frauen und Mädchen die Stirn zu bieten und Sexismus zu bekämpfen", hieß es in der Solidaritätserklärung.