Zug-System überfordert

Tausende F1-Fans verpassten Sprintrennen in Zandvoort

Volle Bahnhöfe, ausgefallene Züge und lange Warteschlangen: Für Tausende Formel-1-Fans wurde die Anreise zum Sprint in Zandvoort zum Albtraum.
Sport Heute
22.08.2026, 14:15
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Noch bevor auf der Strecke um Positionen gekämpft wurde, herrschte rund um den Großen Preis der Niederlande bereits Chaos. Tausende Fans wollten am Samstagvormittag von Amsterdam nach Zandvoort reisen – doch massive Probleme im Bahnverkehr machten vielen einen Strich durch die Rechnung.

Besonders dramatisch war die Lage am Amsterdamer Hauptbahnhof. Dort bildeten sich riesige Menschenmengen, während es zu Verspätungen und Zugausfällen kam. Berichten zufolge mussten sogar bereits völlig überfüllte Züge wieder geräumt werden.

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Die Fahrgäste wurden anschließend auf andere Verbindungen verteilt. Die Folge: Zahlreiche Anhänger dürften den Start des 24 Runden langen Sprints verpasst haben – obwohl viele von ihnen extra früh aufgebrochen waren.

Fans kommen nicht mehr in Züge

Auch außerhalb des Hauptbahnhofs ging teilweise nichts mehr. In Amsterdam Sloterdijk und Haarlem warteten ebenfalls große Menschenmengen. Einige Züge in Richtung Zandvoort waren derart voll, dass Fans gar nicht mehr einsteigen konnten.

Besonders bitter: Die Tickets für das letzte Formel-1-Wochenende in Zandvoort sind alles andere als günstig. Für den Samstag kosteten offizielle Karten zwischen 95 Euro für den günstigsten Eintritt und 390 Euro für Plätze auf der Haupttribüne. Wochenend-Pakete wurden für bis zu 850 Euro angeboten. Samstag und Sonntag sind restlos ausverkauft.

Bahn plante mit 10.000 Fans pro Stunde

Dabei hatte sich der niederländische Bahnbetreiber NS eigentlich auf den riesigen Ansturm vorbereitet. Zwischen Amsterdam Centraal und Zandvoort sollten Züge im Fünf-Minuten-Takt verkehren. So wollte man bis zu 10.000 Menschen pro Stunde an die Rennstrecke bringen.

Allein am Samstag wurden mehr als 50.000 Formel-1-Fans am Amsterdamer Hauptbahnhof erwartet. Besuchern des Sprints war deshalb sogar empfohlen worden, bereits vor 9.30 Uhr dort einzutreffen. Doch selbst diese Maßnahmen konnten das Chaos nicht verhindern.

Historisches Wochenende in Zandvoort

Ausgerechnet beim Abschied des niederländischen Grand Prix sorgt die Anreise damit für Negativ-Schlagzeilen. Zandvoort trägt an diesem Wochenende erstmals einen Formel-1-Sprint aus.

Es wird zugleich der letzte sein: Nach dem Grand Prix am Sonntag verschwindet Zandvoort aus dem Formel-1-Kalender. Für einige Fans begann das Abschiedswochenende allerdings nicht auf der Tribüne, sondern wartend am Bahnhof.

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