Die Lage in der spanischen Exklave Ceuta bleibt weiterhin angespannt. Obwohl Spaniens Innenministerium erklärt hatte, "fast die Gesamtheit" der illegalen Migranten sei nach Marokko zurückgekehrt, zeichnen aktuelle Berichte ein anderes Bild. Zahlreiche Migranten laufen durch die Straßen und rufen dabei "Allahu Akbar" (Anm. Deutsch: "Allah ist größer" oder "Gott ist der Größte").
Ceutas Regionalpräsident Juan Jesús Vivas spricht davon, dass sich noch immer "Tausende" Migranten in der Stadt aufhalten. Auch der staatliche Sender RTVE sowie ein Mitarbeiter des städtischen Aufnahmezentrums bestätigten gegenüber Reuters, dass sich zahlreiche Menschen einer Rückkehr nach Marokko weiterhin widersetzen. Laut RTVE handelt es sich dabei vor allem um Migranten aus West- und Ostafrika.
Während viele Migranten in Ceuta bleiben, versuchen andere offenbar, das spanische Festland zu erreichen. In den vergangenen Tagen wurden entlang der Straße von Gibraltar mehrfach Menschen auf Booten aufgegriffen.
Wie "GBC News" berichtet, stoppte die Polizei zuletzt 17 Migranten auf dem Weg nach Spanien. Gleichzeitig sollen Videoaufnahmen auch erfolgreiche Anlandungen an der spanischen Küste zeigen.
Die Behörden in Ceuta reagieren unterdessen mit zusätzlichen Maßnahmen. Am Grenzdamm von Tarajal werden neue Schwimmbojen installiert. Gemeinsam mit einer bereits bestehenden, 500 Meter langen Barriere sollen sie weitere Übertritte über das Meer verhindern.
Trotz verstärkter Grenzsicherung bleibt die Situation in Ceuta angespannt. Nach Angaben regionaler Stellen halten sich weiterhin Tausende Migranten in der spanischen Exklave auf.