Wiener Hauptbahnhof

Taxi-Abzocke – FPÖ fordert schärfere Kontrollen

Berichte über Wucherpreise am Wiener Hauptbahnhof sorgen für Ärger. Die FPÖ fordert nun ein kontrolliertes Zufahrtssystem für Taxilenker.
Wien Heute
10.08.2026, 11:16
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Am Wiener Hauptbahnhof sorgen überhöhte Preise und dubiose Methoden von manchen Taxifahrern schon seit längerer Zeit für Unmut. Erst im Frühjahr rückte die Finanzpolizei zu einer Razzia aus, kontrollierte 34 Taxis von 33 Betrieben. Geändert dürfte sich seither nicht viel haben.

85 Euro für eine Fahrt

Zuletzt schilderte eine Wienerin der "Presse" einen besonders drastischen Fall. Sie war mit ihren Nichten unterwegs und wollte vom Hauptbahnhof nach Grinzing in Wien-Döbling fahren. Dafür seien ihr 85 Euro als Preis genannt worden – laut dem Bericht etwa dreimal so viel wie normalerweise.

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"Zuteilerin" hat Taxis im Visier

Als die Frau darauf bestand, dass das Taxameter eingeschaltet wird, hätte der Fahrer die Fahrt verweigert. Als Begründung sei unter anderem zu viel Gepäck genannt worden. Zudem soll sich am Standplatz eine Frau als eine Art inoffizielle Zuteilerin aufgespielt haben. Fahrgäste dürfen ihr Taxi allerdings frei wählen.

Ein Taxilenker führte die Fahrt schließlich regulär durch. Er berichtete angeblich von großem Druck am Standplatz: Wer dort stehe, müsse bei der Masche mitmachen. Nun schaltet sich die Wiener FPÖ ein und fordert strengere Kontrollen am Taxistand.

FPÖ will Zufahrt beschränken

Für FPÖ-Gemeinderat Thomas Kreutzinger sind die Probleme seit Jahren bekannt. "Das schadet nicht nur den Fahrgästen, sondern auch jenen Taxilenkern, die sich korrekt an die Regeln halten", erklärt er in einer Aussendung. Kreutzinger fordert konkrete Maßnahmen. Weil sich der Taxistand auf ÖBB-Grund befinde, solle die Stadt gemeinsam mit den ÖBB eine Lösung erarbeiten.

Schranken- oder Polleranlage

Sein Vorschlag: Eine Schranken- oder Polleranlage soll die Zufahrt zum Taxistand regeln. Zugang sollen Taxilenker über ihren Taxilenkerausweis erhalten. Damit soll sichergestellt werden, dass nur entsprechend berechtigte Fahrer den Standplatz nutzen.

"Schwarze Schafe"

"Die korrekten Taxilenker dürfen nicht unter einigen schwarzen Schafen leiden. Hier braucht es endlich mehr Kontrolle und Ordnung", so Kreutzinger. Er kündigt entsprechende Anfragen und Anträge im Wiener Gemeinderat an.

Das gilt bei Taxifahrten

Für Fahrgäste ist die Rechtslage grundsätzlich klar: Wer spontan an einem Wiener Taxistand in ein Taxi steigt, fährt nach Taxameter und dem geltenden Tarif. Ein Fixpreis darf nur bei einer Vorbestellung per App oder Telefon vereinbart werden. Dieser darf vom Standardtarif höchstens um 20 Prozent abweichen.

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