Erst vor Kurzem wurde bekannt, dass Uni-Professor Gerhard Mangott für eine Taxifahrt vom Wiener Hauptbahnhof in den 17. Bezirk tief in die Tasche greifen musste. Statt den üblichen 29 Euro fielen 79 Euro an – auch "Heute" berichtete. Was dem Russland-Experten passierte, war jedoch kein Einzelfall.
Immer wieder sorgen zu hohe Preise, merkwürdige Zuteilungspraktiken oder auch verweigerte Fahrten für Aufregung. Dies führte dazu, dass die Wirtschaftskammer Wien Ordner zum Hauptbahnhof schickte. Sie sollen Taxi-Lenker und Fahrgäste unterstützen und mögliche Verstöße zur Anzeige bringen, berichtet die "Kronen Zeitung".
Man wolle unseriösen Anbietern den Riegel vorschieben. Auch das Unternehmen Taxi 40100 ist dieser Meinung. Gegenüber der Tageszeitung distanzierte man sich klar von den Vorfällen an Wiens größtem Bahnhof. Des Weiteren gab das Unternehmen Tipps für Fahrgäste.
So soll man etwa auf die Kennzeichen achten. Konzessionierte Wiener Taxis haben ein TX, ATX, BTX oder etwa CTX auf den Nummernschildern. Zudem sollen sich Fahrgäste nicht vorschreiben lassen, in welches Taxi sie einsteigen müssen. Eine inoffizielle "Zuteilung" durch Personen am Taxistand müsse man nicht hinnehmen. Solange nichts anderes vereinbart ist, muss ein Taxi-Lenker immer die schnellste Route nehmen.
Kommt es zur Bezahlung, so gilt immer der Taxameterpreis. Sollte der Fahrer einen Pauschalpreis anbieten, ist dies ein erstes Abzeichen für ein unseriöses Geschäft. Außerdem wird empfohlen, Taxis per Handy vorzubestellen.
Des Weiteren muss ein Taxi-Lenker sowohl Bar- als auch Kartenzahlung akzeptieren. Im Zweifelsfall solle man sich Kennzeichen, Unternehmen, Uhrzeit und Strecke notieren sowie eine Rechnung verlangen. Bei Beschwerden solle man sich an die Wiener Taxi-Innung, taxifeedback.at oder den jeweiligen Vermittler wenden.