Ärger über schwarze Schafe

Selbst Taxler warnen jetzt vor fieser Taxi-Abzocke

Überhöhte Preise, verweigerte Fahrten und dubiose Zuteilungen sorgen am Wiener Hauptbahnhof für Ärger. Taxi 40100 warnt nun selbst und gibt Tipps.
Team Wirtschaft
19.08.2026, 22:40
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Wer am Wiener Hauptbahnhof ein Taxi nimmt, sollte derzeit besonders genau hinschauen. Der Wiener Taxivermittler Taxi 40100 reagiert nun selbst auf Kundenklagen rund um überhöhte Preise, verweigerte Fahrten und fragwürdige Zuteilungspraktiken am Taxistandplatz und warnt vor allem Touristen vor bösen Überraschungen.

Bei einer Fahrt, die direkt am Taxistandplatz beginnt, gilt der reguläre Wiener Taxitarif. Der Preis wird über das Taxameter abgerechnet. "Kein Lenker darf einen frei erfundenen Fantasiepreis als Fixpreis verkaufen", sagt Eveline Hruza, Generalsekretärin von Taxi 40100.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Taxameter statt Fantasiepreis

Ein korrektes Wiener Taxi müsse über ein Taxameter, eine Taxileuchte auf dem Dach und ein Kennzeichen mit der Endung "TX" verfügen. Das gelte unabhängig davon, für welchen Taxivermittler der Wagen unterwegs sei.

Taucht beim Einsteigen plötzlich ein pauschaler Preis auf, der erst vor Ort genannt oder ausgehandelt werden soll, sei Vorsicht angebracht. Hruza rät im Zweifel dazu, das Taxi schon vorher zu bestellen: "Im Zweifel lieber einen Wagen zum Fixpreis per App oder WhatsApp bestellen."

Fahrgast darf Taxi selbst wählen

Am Standplatz müssen sich Reisende zudem nicht vorschreiben lassen, in welchen Wagen sie einsteigen. Fahrgäste dürfen ihr Taxi selbst auswählen. Eine inoffizielle Zuteilung durch Personen am Standplatz müsse niemand akzeptieren.

Wer Diskussionen vermeiden will, könne die Fahrt telefonisch, per App oder WhatsApp vorbestellen und dabei gleich die genaue Zieladresse angeben. Bei einer solchen Bestellung werde der Fixpreis bereits vor der Fahrt ermittelt.

Kartenzahlung muss möglich sein

Bei einer klassischen Fahrt vom Taxistandplatz läuft dagegen das Taxameter. Bezahlt werden könne sowohl bar als auch mit Karte. Jeder Taxilenker müsse Kartenzahlungen akzeptieren.

Kommt es dennoch zu Problemen, sollten sich Fahrgäste eine Rechnung geben lassen und möglichst viele Daten notieren. Wichtig seien vor allem Kennzeichen, Name des Unternehmens, Zeitpunkt und gefahrene Strecke.

Beschwerden können gemeldet werden

Hinweise und Beschwerden können über das Feedback-System der Wiener Taxi-Innung oder direkt beim jeweiligen Taxivermittler eingebracht werden. Je genauer der Vorfall dokumentiert sei, desto besser könne er anschließend geprüft werden.

Taxi 40100 distanziert sich ausdrücklich von den geschilderten Praktiken am Hauptbahnhof. "Wer Regeln einhält, braucht keine Zuteiler und keine überhöhten Fantasiepreise", sagt Hruza.

Gemeinsam mit den betroffenen Stellen werde derzeit an einer Lösung gearbeitet, um die Situation am Wiener Hauptbahnhof zu verbessern.

{title && {title} } tmw, {title && {title} } 19.08.2026, 22:40