Wer diesen Sommer verreist bzw. verreiste, bekommt bzw. bekam die Teuerung an vielen Stellen zu spüren. Denn: Die Inflationsdaten für Juli zeigen deutliche Aufschläge bei Anreise, Unterkunft, Gastronomie und Freizeit. Während die allgemeine Inflation bei 2,8 Prozent lag, sind einige typische Reisekosten wesentlich stärker gestiegen.
Besonders kräftig fiel der Unterschied bei der Anreise mit dem Auto aus. Diesel war im Juli um 19,3 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, Superbenzin um 15,1 Prozent. Auch wer das Auto am Ziel abstellt, kann tiefer in die Tasche greifen: Parkgebühren lagen sogar um 22,3 Prozent über dem Vorjahresniveau, Parkgaragen um 3,1 Prozent.
Billiger davon kommt auch nicht automatisch, wer auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Flugzeug umsteigt. Ein normales Bahnticket verteuerte sich binnen eines Jahres um 4,1 Prozent, ein Sparschiene-Ticket um 2,2 Prozent und ein Ticket mit Vorteilscard um 3,8 Prozent. Besonders stark stieg der Preis der Bahn-Jahreskarte mit 21,1 Prozent.
Bei Auslandsflügen lagen die Ticketpreise im Juli um 15,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Taxifahrten und Fahrten mit Mietwagen samt Fahrer verteuerten sich um 4,9 Prozent, Ausflugsbusse um 4,6 Prozent.
Am Urlaubsort setzt sich der Preisanstieg fort. Gastro- und Beherbergungsdienstleistungen waren insgesamt um 4,6 Prozent teurer als im Juli des Vorjahres. Bei Beherbergungen allein betrug das Plus 4,3 Prozent, Restaurants und Cafés lagen um 4,4 Prozent höher.
Je nach Unterkunft gibt es allerdings große Unterschiede. Hotels, Motels und Gasthöfe verteuerten sich im Schnitt um 2,4 Prozent. Ein Zimmer mit Frühstück in einem Drei-Sterne-Hotel kostete 5,2 Prozent mehr, Ferienwohnungen 1,2 Prozent mehr. Deutlich stärker stiegen die Preise bei Ferienzentren, Campingplätzen, Jugendherbergen und ähnlichen Unterkünften: Hier lag das Plus bei 12,2 Prozent.
Auch bei einzelnen Gastro-Ausgaben summiert sich die Teuerung. Ein Frühstück im Kaffeehaus verteuerte sich um 5,4 Prozent, ein Mittagsmenü beim Italiener um 6,2 Prozent und ein asiatisches Mittagsmenü bzw. Buffet um 6,9 Prozent.
Wer im Urlaub nicht nur am Hotelpool liegen will, zahlt ebenfalls häufiger mehr. Sport- und Erholungsdienstleistungen verteuerten sich im Jahresvergleich um 5,9 Prozent. Für Sportangebote zur eigenen Ausübung waren es sogar 6,1 Prozent.
Auch klassische Ausflugsziele legten zu. Seilbahnen und Lifte kosteten 4,8 Prozent mehr, Thermeneintritte 5 Prozent und der Eintritt ins Hallenbad sogar 10,4 Prozent mehr. Bei Museen, Bibliotheken und Kulturstätten betrug der Anstieg 3,8 Prozent.
Ausgerechnet bei Pauschalreisen blieb die Veränderung vergleichsweise klein. Sie waren im Juli lediglich um 1,5 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Flugpauschalreisen legten um 2,2 Prozent zu, Buspauschalreisen ins Ausland um 1,2 Prozent.