Was das für Österreich heißt

Uber schluckt Lieferdienst um 12,9 Milliarden Euro

Paukenschlag in der Lieferbranche: Uber will die Foodora-Mutter Delivery Hero um 12,9 Milliarden übernehmen. Auch Österreich ist betroffen.
Team Wirtschaft
16.07.2026, 14:37
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Der nächste Mega-Deal ist perfekt: Der US-Fahrdienst- und Lieferkonzern Uber will den Berliner Essenslieferdienst Delivery Hero übernehmen. Das Unternehmen bietet den Aktionären 41,50 Euro je Aktie. Insgesamt wird Delivery Hero damit mit rund 14,8 Milliarden Dollar bewertet.

Die Führung von Delivery Hero unterstützt die Übernahme geschlossen und will den Aktionären empfehlen, das Angebot anzunehmen. Auch Großaktionär Prosus hat bereits zugesagt, seine Anteile abzutreten. Damit sichert sich Uber bereits rund 53 Prozent des Unternehmens.

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Auch Österreich betroffen

Für heimische Kunden hat der Deal direkte Auswirkungen. In Österreich gehört die Marke Foodora zu Delivery Hero. Allerdings wird sie nicht Teil von Uber. Das Österreich-Geschäft wird gemeinsam mit weiteren 13 Märkten an die New Yorker Investmentfirma SSW Partners verkauft. Dazu zählen Tschechien, Norwegen, Schweden, Griechenland, Zypern, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien und Moldau sowie Chile, Ecuador und die Türkei.

Uber konzentriert sich stattdessen auf die übrigen Märkte von Delivery Hero in Asien, dem Nahen Osten, Afrika und Lateinamerika.

Fast 100 Märkte weltweit

Nach Abschluss der Übernahme wird Uber in 99 Märkten aktiv sein. Das Unternehmen erwartet sich durch den Zusammenschluss mehr Bestellungen, niedrigere Kosten und zusätzliche Einnahmen. Außerdem soll sich das Angebot für Kunden, Händler und Zusteller erweitern.

"Delivery Hero hat mit seinen starken lokalen Marken ein außergewöhnliches Unternehmen aufgebaut", erklärte Uber-Chef Dara Khosrowshahi. Gemeinsam wolle man Millionen weiterer Kunden erreichen und das Liefergeschäft weltweit ausbauen.

Delivery-Hero-Chef Niklas Östberg sprach von einem "richtigen Schritt", um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern.

2 Milliarden Euro für Deutschland

Uber kündigte außerdem an, den Berliner Hauptsitz bis mindestens 2029 zu erhalten und die Belegschaft dort nicht abzubauen. Zusätzlich will der Konzern in den kommenden fünf Jahren zwei Milliarden in Deutschland investieren, etwa in neue Technologien und autonomes Fahren.

Die Übernahme muss noch von den Behörden genehmigt werden. Mit einem Abschluss rechnen die Unternehmen in der zweiten Hälfte des Jahres 2027.

Mit dem Milliarden-Deal verändert sich die Machtverteilung am weltweiten Liefermarkt deutlich. Für österreichische Foodora-Kunden bleibt vorerst zwar alles beim Alten - der Eigentümer im Hintergrund wird sich jedoch grundlegend ändern.

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