Neue Plattform zur Vernetzung

Österreich stärkt Wirtschaftsbande mit Kasachstan

Mit der neuen Austrian-Kazakh Connectivity Platform rücken Wirtschaftskooperationen zwischen Österreich und Kasachstan verstärkt in den Fokus.
Newsdesk Heute
16.07.2026, 13:52
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Neue Handelswege zwischen Europa und Asien und steigende Investitionen in der Region - Kasachstan rückt immer stärker ins Blickfeld heimischer Unternehmen. Um den Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Kasachstan weiter voranzutreiben, wurde jetzt die Austrian-Kazakh Connectivity Platform (AKCP) ins Leben gerufen.

Bei einer feierlichen Gründungsveranstaltung im Parlament wurde die neue Initiative vorgestellt. Rund 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Diplomatie und Industrie waren dabei – das große Interesse an einer engen Zusammenarbeit war deutlich spürbar. Die Plattform zielt darauf ab, Betriebe beider Länder besser zu vernetzen und langfristige Partnerschaften zu fördern.

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Kasachstan gilt als größte Volkswirtschaft Zentralasiens und ist einer der wichtigsten Partner der EU in der Region. Das Land wird immer mehr zur zentralen Drehscheibe für Handel, Transport und internationale Lieferketten entlang des sogenannten Middle Corridor. Besonders seit Russlands Angriff auf die Ukraine hat die Route stark an Bedeutung gewonnen.

Neue Chancen für heimische Wirtschaft

"Österreich verfügt über hervorragende Unternehmen, großes technologisches Know-how und hohe Innovationskraft. Kasachstan bietet gleichzeitig enormes wirtschaftliches Potenzial und entwickelt sich zu einem der wichtigsten Partner Zentralasiens.", so Prof. Dr. Karl Jurka, Präsident der AKCP. Aufgabe der Plattform sei es, "beide Seiten zusammenzubringen und aus guten Gesprächen konkrete Kooperationen entstehen zu lassen."

"Die AKCP versteht sich als Brückenbauer zwischen zwei Wirtschaftsräumen. Gerade in Zeiten geopolitischer Veränderungen und neuer internationaler Handelsrouten braucht es verlässliche Plattformen, die den direkten Austausch fördern", betont auch Dr. Alexander Schierhuber, Honorarkonsul der Republik Kasachstan in Niederösterreich und Vizepräsident der AKCP.

Für österreichische Unternehmen eröffnen sich mit der neuen Plattform AKCP neue Chancen, vor allem in den Bereichen Infrastruktur, Logistik, Bahnindustrie, Energie, Maschinenbau, industrielle Modernisierung und innovative Technologien.

Den Anstoß zur Plattform gab eine österreichische Wirtschaftsdelegation nach Kasachstan im November 2025 unter der Schirmherrschaft des Zweiten Nationalratspräsidenten Peter Haubner. Zusätzlichen Rückenwind bekam das Projekt durch den Arbeitsbesuch von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger und Innenminister Gerhard Karner in Kasachstan im Mai 2026.

Mit der Gründungsveranstaltung startet jetzt die operative Arbeit der AKCP. Schon im Herbst 2026 ist die nächste österreichische Wirtschaftsdelegation nach Kasachstan geplant. Die AKCP soll sich als langfristige Plattform für den Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Kasachstan etablieren.

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