Ganze sieben Weltneuheiten und andere Zug-Innovation präsentiert der Schweizer Hersteller Stadler Ende September auf der InnoTrans in Berlin. Zwei der Züge, die auf der weltweit größten Messe für öffentlichen Schienenverkehr hautnah erlebt werden können, sind für den Einsatz in Österreich bestimmt.
Der Erste davon kommt schon ab Fahrplanwechsel im Dezember 2026 zum Einsatz: der KISS Railjet für den Fernverkehr. Dabei handelt es sich um einen sechsteiligen Doppelstockzug, der 200 km/h schafft.
Mit seinen 486 Sitzplätzen, breiteren Einstiegsbereichen und Niederflur-Bauweise ist er für die Fahrgastmassen auf der Weststrecke ausgelegt, soll dort auf den etwas langsameren Verbindungen eingesetzt werden, die zusätzliche Halte etwa in Vöcklabruck und Amstetten einlegen. Innen bietet er Familienzonen, Ruhebereiche, Fahrradabstellplätze und Catering-Zonen.
Bis 2028 gedulden muss man sich für den FLIRT Akku, einen Batterie-Zug für einen emissionsfreien Regionalverkehr auf Strecken ohne durchgehende Oberleitung. Während der Fahrt unter Oberleitung werden die Batterien geladen. Auf nicht elektrifizierten Streckenabschnitten nutzt der FLIRT Akku die gespeicherte Energie für die Weiterfahrt.
Der Wechsel zwischen Streckenabschnitten mit und ohne Oberleitung funktioniert unterbruchsfrei. Damit ermöglicht der FLIRT Akku einen klimafreundlichen Betrieb, ohne dass die gesamte Strecke elektrifiziert werden muss. Gefertigt werden beide Züge in St. Margrethen (SG) unweit der österreichischen Grenze.
Abseits der Neuheiten für Österreich vorgestellt werden etwa noch der FLIRT Nordic Express, der speziell auf die klimatischen Bedingungen in Norwegen abgestimmt ist. Eine Weltneuheit ist der erste Wasserstoffzug für italienische Meterspur, der auf Sardinien, Sizilien und in Kalabrien eingesetzt werden soll. Verglichen mit Dieselzügen sparen zehn Wasserstoffzüge jährlich über 2.100 Tonnen CO2 ein.