Beim Lebensmitteleinkauf zeigt sich im Juli ein ungewöhnlich gemischtes Bild. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke waren insgesamt um 0,4 Prozent günstiger als vor einem Jahr – bei einer durchschnittlichen Inflation von 2,8 Prozent. Dahinter verbergen sich allerdings enorme Unterschiede zwischen einzelnen Produkten, wie Zahlen von Statistik Austria zeigen.
Besonders kräftig gingen die Preise bei Butter zurück. Sie war im Juli um 26,2 Prozent billiger als ein Jahr zuvor. Haltbarmilch verbilligte sich um 20,6 Prozent, Frischmilch um 6,1 Prozent. Auch Teigwaren kosteten 8,9 Prozent weniger, Gouda wurde um 7,2 Prozent günstiger.
Beim Obst und Gemüse finden sich ebenfalls starke Preisrückgänge. Kartoffeln kosteten 16,5 Prozent weniger als im Juli 2025, Zwiebeln 15,8 Prozent weniger. Äpfel verbilligten sich um 11,4 Prozent, Avocados um 10 Prozent.
Ganz anders sieht es bei Erdbeeren aus: Sie waren um satte 34 Prozent teurer als vor einem Jahr. Pfirsiche und Nektarinen legten um 13,9 Prozent zu, Trauben um 10,5 Prozent. Karotten verteuerten sich um 7,6 Prozent, Gurken um 5,7 Prozent.
Auch bei Fleisch mussten Kunden teilweise deutlich mehr bezahlen. Rindsschnitzelfleisch verteuerte sich um 9,1 Prozent, Putenbrustfleisch um 8,3 Prozent. Faschiertes kostete 6 Prozent mehr, Rindfleisch für Gulasch 5,6 Prozent und Rind-Suppenfleisch 4,7 Prozent mehr.
Bei Schweinefleisch ging es dagegen in die andere Richtung: Die entsprechende Produktgruppe lag um 1,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Alkoholfreie Getränke verteuerten sich insgesamt nur leicht um 0,4 Prozent. Bei Kaffee fällt die Entwicklung deutlicher aus: Kaffee insgesamt kosteten 2,6 Prozent mehr, Kaffeepads und Kapseln 3,2 Prozent. Löslicher Kaffee verteuerte sich sogar um 8,5 Prozent.
Säfte wurden dagegen billiger. Orangensaft kostete 7,2 Prozent weniger als vor einem Jahr, Apfelsaft 4,3 Prozent weniger. Mineral- und Tafelwasser verteuerte sich um 1,2 Prozent, aromatisiertes Mineralwasser um 4 Prozent und Energydrinks um 2,4 Prozent.
Bei alkoholischen Getränken blieb die Veränderung mit plus 0,3 Prozent insgesamt gering. Bier war im Schnitt sogar um 0,5 Prozent günstiger. Dosenbier verbilligte sich um 3,3 Prozent, während Flaschenbier um 2,4 Prozent teurer wurde.
Wein kostete insgesamt 1 Prozent mehr. Rotwein legte um 1,3 Prozent zu, Weißwein um 1,5 Prozent. Sekt war dagegen um 1 Prozent günstiger.
Am Ende ergibt sich bei den typischen Einkaufswarenkörben ein auffälliger Gegensatz. Der Mikrowarenkorb, der einen typischen täglichen Einkauf abbildet, war im Juli um 1,4 Prozent billiger als ein Jahr zuvor. Der Miniwarenkorb für einen typischen wöchentlichen Einkauf verteuerte sich dagegen um 3,2 Prozent.