Die Teuerung in Österreich hat sich im Juli abgeschwächt. Laut Schnellschätzung der Statistik Austria lag die Inflation bei 2,7 Prozent und damit deutlich unter dem Wert des Vormonats. Im Juni hatte die Jahresinflation noch 3,2 Prozent betragen.
Ein wesentlicher Grund für den Rückgang waren niedrigere Lebensmittelpreise. Seit Anfang Juli gilt für mehrere Grundnahrungsmittel die von der Bundesregierung beschlossene Mehrwertsteuersenkung.
Während die Preise für Nahrungsmittel, Tabak und Alkohol im Juni im Jahresvergleich noch um 1,5 Prozent gestiegen waren, gingen sie im Juli laut Statistik Austria um 0,1 Prozent zurück.
Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) betont die Wirkung der gesetzten Maßnahmen: "Dass die Inflationsrate im Juli auf 2,7 Prozent gesunken ist, zeigt, dass Maßnahmen wie die Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel wirken. Besonders erfreulich ist, dass die Teuerung zum zweiten Mal in Folge um 0,5 Prozentpunkte zurückgegangen ist."
"Jetzt geht es darum, die Inflation wieder nachhaltig auf zwei Prozent zu senken, um Kaufkraft, finanzielle Planungssicherheit und ein stabiles Umfeld für die Menschen und unseren Wirtschaftsstandort sicherzustellen", betont Stocker.
Trotz des Rückgangs der Gesamtinflation bleiben Dienstleistungen der größte Preistreiber. Sie sorgten auch im Juli für den stärksten Aufwärtsdruck auf die Inflation.