Nach zwei Quartalen mit leichtem Wachstum ist Österreichs Wirtschaft erneut ins Stocken geraten. Das geht aus der aktuellen Schnellschätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) hervor. Demnach stagnierte die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal.
Als wesentlichen Grund nennt das Wifo den starken Anstieg der Erdölpreise infolge des Iran-Kriegs. Dieser habe die heimische Wirtschaft belastet und die zuvor eingesetzte Konjunkturerholung unterbrochen.
Nach ersten Berechnungen lag das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal in etwa auf dem Niveau des Vorquartals. Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs entwickelte sich die Industrie laut Wifo nur schwach.
Auch die Bauwirtschaft verzeichnete erneut einen Rückgang der Wertschöpfung. Etwas besser lief es hingegen im Handel sowie in den Bereichen Verkehr, Beherbergung und Gastronomie. Dort registrierten die Wirtschaftsforscher einen leichten Zuwachs.
In den beiden Quartalen davor hatte sich die heimische Wirtschaft noch leicht erholt. Sowohl im vierten Quartal 2025 als auch im ersten Quartal 2026 war das reale Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem jeweiligen Vorquartal um 0,2 Prozent gestiegen. Nun ist diese Entwicklung laut der aktuellen Wifo-Schnellschätzung vorerst zum Stillstand gekommen.