Behörde knallhart

Beauty-Influencerin muss fast 38.000 Euro Strafe zahlen

Eine bekannte Beauty-Influencerin muss laut Behörde wegen Werbeverstößen tief in die Tasche greifen. Der Bescheid ist bereits rechtskräftig.
Team Wirtschaft
29.07.2026, 15:25
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Wer mit Werbung auf Instagram Geld verdient, muss sie auch klar als solche kennzeichnen. Weil das mehrfach nicht passiert sein soll, muss die Stuttgarter Beauty-Influencerin Hanadi Diab (760.000 Follower allein auf Insta) insgesamt 37.803,50 Euro bezahlen. Die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) verhängte eine Geldbuße von 36.000 Euro, dazu kommen Verfahrensgebühr und Auslagen. Der Bescheid ist bereits rechtskräftig.

Kennzeichnungen fehlten bzw. waren kaum wahrnehmbar

Laut LFK geht es um mehrere bezahlte Kooperationen, die zwischen Mai und Juli 2025 in Instagram-Storys veröffentlicht wurden. Dafür soll die Influencerin Geldzahlungen sowie Sachleistungen "von erheblichem wirtschaftlichem Wert" erhalten haben.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Ein Teil der Beiträge sei überhaupt nicht als Werbung gekennzeichnet gewesen. In anderen Fällen sei die Kennzeichnung zwar vorhanden, aufgrund der Gestaltung aber kaum wahrnehmbar gewesen. "Für Nutzerinnen und Nutzer war der kommerzielle Charakter der Beiträge daher nicht auf den ersten Blick und zweifelsfrei erkennbar", so die LFK.

Influencerin soll mehrfach gewarnt worden sein

Nach Angaben der Behörde war die Influencerin bereits 2020 und 2022 mehrfach auf die gesetzlichen Vorgaben zur Werbekennzeichnung hingewiesen worden. Trotzdem seien später erneut Verstöße festgestellt worden. Bei der Höhe der Geldbuße berücksichtigte die LFK unter anderem die wiederholten Verstöße, die hohe Reichweite des Instagram-Profils, den wirtschaftlichen Wert der Kooperationen sowie die früheren Hinweise.

"Besondere Verantwortung für Transparenz"

LFK-Präsident Wolfgang Kreißig betonte, Werbung dürfe nicht erst auf den zweiten Blick als solche erkennbar sein. "Gerade reichweitenstarke Influencerinnen und Influencer tragen eine besondere Verantwortung für Transparenz. Nutzerinnen und Nutzer müssen unmittelbar erkennen können, ob sie einen redaktionellen oder persönlichen Inhalt sehen, oder ob es sich um bezahlte kommerzielle Kommunikation handelt."

Hanadi Diab weist die Vorwürfe zurück

Hanadi Diab hat die Vorwürfe bereits im April in einem TikTok-Video zurückgewiesen. Sie erklärte, jede Kooperation zu kennzeichnen. Beanstandet worden sei unter anderem, dass die Hinweise auf Werbung zu klein sowie wegen Schriftart und Farbe nicht ausreichend erkennbar gewesen seien. "Man sieht doch überall, dass es eine Anzeige ist", sagte sie damals.

Laut LFK handelt es sich um das bisher höchste Bußgeld, das sie gegen einen Influencer verhängt hat.

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