Meta baut sein Angebot an smarten Brillen aus. Gemeinsam mit EssilorLuxottica bringt der Konzern eine neue Produktlinie namens Meta Glasses auf den Markt. Die Brillen sollen auf der Technik der bisherigen Ray-Ban Meta und Oakley Meta aufbauen, treten aber erstmals stärker als eigenes Meta-Produkt auf.
Zum Start bringt Meta drei Fassungsformen. Die Meta Adventurer ist eine rechteckige Brille, die laut Meta zeitlos und vielseitig wirken soll. Die Meta Fury ist deutlich auffälliger. Meta beschreibt sie als "bold frame", also als markante Fassung, die ein klares Statement setzen soll. Dazu kommt ein Promi-Modell: Meta Glasses by Kylie. Die schmale, ovale Brille wurde in Zusammenarbeit mit Kylie Jenner entworfen und soll von ihrem persönlichen Stil inspiriert sein.
Um möglichst viele Kunden anzusprechen, wurde eine breite Auswahl an Farben und Gläsern entwickelt. Mit 26 Versionen wolle man, so Meta, für möglichst viele Gesichter, Stimmungen und Anlässe eine passende Brille anbieten. Auch wichtig: Alle Modelle sind mit optischen Gläsern kompatibel, also auch eine Alternative für alle, die Brille tragen müssen.
Die Meta Glasses kommen mit offenen Lautsprechern daher. Das soll Telefonate, Musik, Podcasts und das Abspielen von Hörbüchern ermöglichen, ohne dass die Ohren komplett abgeschirmt werden. Auch sechs Mikrofone sind integriert – für eine bessere Geräuschunterdrückung und damit für mehr Klarheit bei Gesprächen und Sprachsteuerung.
Ebenfalls verbaut ist eine Kamera mit einem 12-Megapixel-Sensor, der auch Videos in 3K mit 30 Bildern pro Sekunde möglich macht. Mit der Cam können Fotos und Clips freihändig aufgenommen werden – laut Meta ein Vorteil, wenn man nicht zum Handy greifen will. Unterm Strich sollen die neuen Modelle mit vollem Akku mehr als acht Stunden durchhalten können. Weitere 40 Stunden liefert das faltbare Lade-Etui, das im Lieferumfang enthalten ist.
Das wichtigste Feature: Die neuen Meta Glasses sind die ersten KI-Brillen des Konzerns, die vom ersten Tag an mit Meta AI auf Basis von Muse Spark starten, aufrufbar über eine spezielle Aktionstaste an der Brille. Muse Spark ist ein neues Modell aus den Meta Superintelligence Labs, das direkt für eigene Produkte gebaut wurde.
Die neue KI soll besser sehen, verstehen und intelligentere Antworten liefern können – von Sportergebnissen bis hin zur lokalen Restaurantauswahl und der Kalenderverwaltung. Konkret sollen Nutzer via Muse Spark Fragen stellen, Inhalte erfassen, Anrufe führen, Nachrichten diktieren und Musik oder Podcasts hören können.
Zusätzlich soll die KI regelmäßig per Update um neue Funktionen erweitert werden. In diesem Monat soll das etwa das Feature Dynamic Photo sein. Dabei nimmt die Brille mehrere Bilder auf und wählt danach das beste Foto aus. Die Fußgängernavigation für Brillen ohne Displays soll demnächst folgen. Zusätzlich wird die Live-Übersetzung um 14 neue Sprachen erweitert, darunter Japanisch, Chinesische (Mandarin), Hindi und Koreanisch.
Die Meta Glasses sind ab sofort zu haben – auch in Österreich. Das Modell Adventurer ist bei uns in acht Varianten verfügbar und kostet ab 309 Euro, ebenso viel wie die Fury (sieben Versionen). Für die Starfire Kylie Edition (drei Versionen) will Meta ab 419 Euro haben.