In der Europäischen Union sind von Jänner bis Mai 2026 mehr neue Pkw zugelassen worden als im Vorjahreszeitraum. Das zeigen aktuelle Zahlen des europäischen Herstellerverbands ACEA. Insgesamt kamen 4.748.801 Neuwagen auf die Straße, ein Plus von 4 Prozent.
ACEA spricht von einem "starken Start ins Jahr". Gleichzeitig verweist der Verband auf "anhaltende geopolitische Gegenwinde", die den Ausblick weiter belasten würden. Gestützt wurde der Markt demnach vor allem durch die Nachfrage nach E-Autos, Hybriden und Plug-in-Hybriden.
Reine Batterieautos legten in der EU deutlich zu. Von Jänner bis Mai wurden 950.521 neue E-Autos zugelassen, um 35,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Ihr Marktanteil stieg von 15,3 auf zuletzt 20 Prozent.
Damit war jeder fünfte neu zugelassene Pkw in der EU ein reines E-Auto. Besonders stark wuchs das Segment in Italien mit +75,7 Prozent, in Frankreich mit +55,4 Prozent und in Deutschland mit +40,9 Prozent.
Die meisten Käufer entschieden sich weiter für Hybridautos. Diese Antriebsart kam von Jänner bis Mai auf 1.795.071 Neuzulassungen. Das entspricht einem Marktanteil von 37,8 Prozent.
ACEA bezeichnet Hybride als die "bevorzugte Wahl" der Käufer in der EU. Gegenüber dem Vorjahr legte das Segment um +12,1 Prozent zu. Italien verzeichnete ein Plus von 24,5 Prozent, Spanien von +19,5 Prozent. Deutschland lag bei +5,4 Prozent, Frankreich bei +2,2 Prozent.
Auch Plug-in-Hybride wurden häufiger zugelassen. In den ersten fünf Monaten kamen 460.217 neue Fahrzeuge dieser Art auf den Markt. Das waren 22,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Der Marktanteil stieg von 8,3 auf 9,7 Prozent. Besonders deutlich fiel das Plus in Italien aus, dort legten Plug-in-Hybride um +84,9 Prozent zu. Spanien kam auf +46,5 Prozent, Deutschland auf +16,1 Prozent.
Bei Benzinern zeigen die Zahlen in die andere Richtung. EU-weit gingen die Neuzulassungen von Jänner bis Mai um 18,2 Prozent zurück. Insgesamt wurden 1.065.071 neue Benzinautos zugelassen.
Der Marktanteil sank von 28,5 auf 22,4 Prozent. In den großen Märkten gab es durchwegs Rückgänge: Frankreich verzeichnete –36,8 Prozent, Spanien –20,3 Prozent, Deutschland –18,5 Prozent und Italien –17,3 Prozent.
Auch Dieselautos wurden seltener neu zugelassen. In der EU kamen von Jänner bis Mai 361.971 neue Diesel-Pkw auf die Straße. Das entspricht einem Rückgang um 16,6 Prozent.
Der Marktanteil sank von 9,5 auf 7,6 Prozent. Zusammen kamen Benziner und Diesel noch auf 30,1 Prozent der Neuzulassungen. Im Vorjahreszeitraum waren es 38 Prozent.
In Österreich fiel das Wachstum stärker aus als im EU-Schnitt. Von Jänner bis Mai wurden hierzulande 130.273 neue Pkw zugelassen. Das entspricht einem Plus von 13,1 Prozent.
Reine E-Autos kamen in Österreich auf 31.067 Neuzulassungen, ein Plus von 22,8 Prozent. Plug-in-Hybride legten um 32,8 Prozent auf 13.983 Fahrzeuge zu. Hybridautos erreichten 39.279 Neuzulassungen, um 22,1 Prozent mehr als im Vorjahr.
Benziner lagen mit 32.932 Neuzulassungen knapp unter dem Vorjahreswert, das Minus betrug 0,4 Prozent. Diesel gingen um 7,7 Prozent auf 13.010 Neuzulassungen zurück.
Bei den Herstellern blieb der Volkswagen-Konzern in der EU klar vorne. Von Jänner bis Mai kam der Konzern auf 1.267.224 Neuzulassungen. Der Marktanteil lag bei 26,7 Prozent.
Dahinter folgte Stellantis mit 794.708 Neuzulassungen und 16,7 Prozent Marktanteil. Der Renault-Konzern kam auf 484.717 Fahrzeuge, Toyota auf 335.973 und der Hyundai-Konzern auf 334.422.
Hohe prozentuelle Zuwächse gab es bei mehreren Herstellern mit deutlich kleinerem Marktanteil. BYD kam in der EU von Jänner bis Mai auf 99.578 Neuzulassungen. Das entspricht einem Plus von 158,9 Prozent.
Tesla erreichte 89.180 Neuzulassungen und lag damit 77,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Chery kam auf 65.621 Neuzulassungen, ein Plus von 265,2 Prozent. Leapmotor erreichte 37.694 Neuzulassungen, nach 5.976 im Vorjahreszeitraum.