Neue Limits

Bankomat-Änderung gilt für alle Menschen in Österreich

Bei Hunderten Bankomaten in Österreich können Kunden pro Behebung offenbar nur noch rund 200 statt bisher 400 Euro abheben. Die Details.
Newsdesk Heute
31.07.2026, 07:28
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Wer bei manchen Bankomaten in Österreich Bargeld beheben möchte, erlebt derzeit eine Überraschung. An mehreren hundert Geräten wurde das Abhebelimit pro Auszahlung offenbar von bisher 400 Euro auf rund 200 Euro gesenkt.

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) bestätigte der APA, dass es "teilweise niedrigere Abhebelimits" gibt. Bisher galten 400 Euro pro Behebung als Standard bei heimischen Banken. Verpflichtend sei diese Grenze allerdings nicht.

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"Grundsätzlich ist aber niemand an diesen Standard gebunden", erklärte ein Sprecher der OeNB. "Unabhängige Anbieter von Geldautomaten haben sich aus geschäftlichen Gründen dazu entschieden, teilweise niedrigere Abhebelimits einzuführen."

Kontolimit bleibt unverändert

Auf das Abhebelimit des jeweiligen Bankkontos hat die Änderung keinen Einfluss. Wer mehr Bargeld benötigt, muss unter Umständen mehrere Behebungen hintereinander durchführen. Nach Angaben der OeNB verdienen Betreiber unabhängiger Bankomaten üblicherweise an der Anzahl der Transaktionen und nicht an der Höhe des behobenen Betrags.

Wie viele Standorte konkret betroffen sind, wollte die Nationalbank nicht bekannt geben. "Uns ist derzeit ein Betreiber bekannt, der das Abhebelimit durchgehend verringert hat. Betroffen sind davon nach unserem Kenntnisstand mehrere hundert Geräte von insgesamt circa 8.900 Geräten in ganz Österreich", heißt es gegenüber der APA.

Neue Bargeldbehörde geplant

Die OeNB rechnet derzeit nicht damit, dass alle Bankomaten auf niedrigere Limits umgestellt werden. Das bisher übliche Limit von 400 Euro stammt noch aus der Zeit der Euro-Einführung und wurde seither nicht angepasst. Nach Ansicht der Nationalbank wäre auch eine Anhebung denkbar. Kritisch sieht die OeNB vor allem die unterschiedlichen Limits, weil diese bei Kunden für Verunsicherung sorgen könnten.

Abhilfe könnte eine neue Bargeldverordnung schaffen, die auf EU-Ebene im Herbst beschlossen werden soll. Vorgesehen ist dabei auch die Einrichtung einer Bargeldbehörde. Die OeNB begrüßt diesen Schritt. Damit sollen Abläufe und Informationen für Konsumenten verbessert sowie Regelungen vereinheitlicht werden.

Wer künftig größere Bargeldbeträge benötigt, sollte sich darauf einstellen, dass bei manchen Bankomaten mehrere Behebungen nötig sein könnten.

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