Über das Vermögen des Österreichischen Buchklubs der Jugend ist am Mittwoch am Handelsgericht Wien ein Konkursverfahren eröffnet worden. Das teilte der KSV1870 mit. Laut Angaben des Vereins sind 11 Mitarbeiter betroffen, die Passiva liegen bei rund 186.000 Euro. Dazu kommen 23 Gläubiger.
Der gemeinnützige Verein ist nach eigenen Angaben seit knapp 80 Jahren in der Leseförderung tätig. Er entwickelt Angebote für Schulen und unterstützt Pädagogen mit didaktischen Materialien und Projekten. Im Mittelpunkt steht die Förderung der Lese- und Literaturkompetenz von Kindern und Jugendlichen.
Die Finanzierung lief bisher vor allem über Mitgliedschaften und damit verbundene Zeitschriftenabonnements sowie über Förderungen und Projekte. Durch eine Neustrukturierung des Zeitschriftenbereichs sei es laut KSV1870 zu einem erheblichen Rückgang der Mitglieder- und Abonnentenzahlen gekommen.
Damit sei ausgerechnet die wichtigste Einnahmequelle des Vereins deutlich geschrumpft. Gleichzeitig seien die Förderungen zurückgegangen. Diese Entwicklung habe die nunmehrige Antragstellung notwendig gemacht.
Ob der Buchklub weitergeführt werden kann, ist derzeit unklar. "Derzeit liegen uns keine Informationen über eine geplante Sanierung des Unternehmens vor", sagt Alexander Greifeneder vom KSV1870.
Die Insolvenzverwalterin müsse nun prüfen, ob zumindest ein vorläufiger Fortbetrieb möglich sei. Andernfalls wäre laut KSV1870 die Schließung des Vereins zu veranlassen.
Zur Insolvenzverwalterin wurde Katrin Antl bestellt. Gläubiger können ihre Forderungen bis 5. Oktober 2026 anmelden. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung ist für den 19. Oktober 2026 angesetzt.