Die Zeit wird knapp! In 25 Tagen startet Österreich gegen Kasachstan das Projekt EM-Quali. Das 0:1 gegen die Schweiz zeigte die Schwächen des Fußball-Nationalteams schonungslos auf. Heute-Experte Frenkie Schinkels ortet vier Baustellen - und bietet Lösungen an.
- Defensive: Wir lassen zu viele Chancen zu und kassieren dumme Gegentore. Der Abwehr dafür die Schuld zu geben, wäre zu einfach. Das Verteidigen beginnt ganz vorne, alle sind gefordert. Fakt ist: Wir müssen näher am Mann stehen, ruhig ein Stück von der Raumdeckung, die wir nicht beherrschen, abweichen.
- Offensive: Unsere Stürmer hängen oft in der Luft. Warum? Weil sie nicht in Szene gesetzt werden. Wir haben extrem explosive Spieler - wie Hoffer, Korkmaz oder Harnik. Das zeichnet diese Mannschaft aus. Deshalb: keine große Solospitze, die nix zu tun bekommt, weil wir keine guten Flankenspieler haben. Sondern: einen beweglichen Angreifer, dahinter sprintstarke Spieler, die mit viel Tempo in die Löcher nachstoßen.
- System: Es ist kein fixes System erkennbar. Agieren oder reagieren? Was wollen wir? Oder besser gesagt: Was können wir? Ich sehe das Nationalteam näher beim System von Salzburg-Coach Stevens als bei dessen Vorgänger Adriaanse. Also: Defensive vor Offensive. Mein Vorschlag: ein 3-3-3-1-System.
- Verständnis: Unsere Mannschaft ist nicht eingespielt. Constantini hat 40 Spieler eingesetzt, aber noch keine fixe Formation gefunden. Das ist sein gutes Recht. Ich sehe das auch nicht als Problem. Findet er die richtige Mischung, kann es schnell gehen. Diese elf Spieler brauchen dann nicht zig Partien, um zu harmonieren. In 25 Tagen muss das der Fall sein. Dann ist die Zeit der Ausreden vorbei.