Teamchef: "Kein Grund für Jubel"

Lob vom serbischen Gegner und Medien: Ein Glück, wir haben Österreich überlebt. Marc Janko nach Joker-Rolle beleidigt: 39 Tore reichen wohl nicht fürs Team

Auf dem Rasen hoch gepokert, danach tief gestapelt! ÖFB-Teamchef Didi Constantini kommentierte die tolle kämpferische Leistung seiner Elf beim 0:1 in Serbien mit einem lapidaren: Verloren ist verloren!

Der Tiroler Feuerwehr-Mann wehrte sich vehement, in die Lobeshymnen der serbischen Medien über die ÖFB-Elf einzustimmen (Press: Wir haben Österreich überlebt, das sich einen Punkt verdient hätte). Constantini: Wenn wir eine Klassemannschaft wären, dann hätten wir dieses Spiel nicht verloren. Stattdessen haben wir uns mit dem Elfmeter ein klassisches Eigentor geschossen. Während sich der 54-jährige Tiroler vor Unglücks-Goalie Michael Gspurning stellte, der mit einem Fehler das 0:1 verschuldet hatte (Er hat gegen Rumänien sehr gut gehalten), sprach der Teamchef-Assistent Manfred Zsak Klartext: So ein Tor darf einer Nationalmannschaft einfach nicht passieren.

Constantini fand aber auch lobende Worte: Wir hätten uns am Ende ein Tor verdient gehabt. Jantscher hat seine Aufstellung mehr als gerechtfertigt und Dragovic sehr abgebrüht gespielt. Kapitän Paul Scharner fordert nun, in der Gruppe 7 nicht mehr an die faktisch verspielte WM-Quali zu denken: Südafrika ist nicht mehr unser Ziel, sondern wir legen das Fundament für 2012 oder 2014.

Sauer aufgestoßen ist hingegen Marc Janko seine Nichtberücksichtigung in der Startformation. Ich bin angfressen und wundere mich. 39 Treffer reichen wohl nicht fürs Team. Constantini nahm die Kritik gelassen auf: Ich verstehe seine Reaktion, aber Maierhofer hatte eine andere Aufgabe und spielte faktisch im offensiven Mittelfeld.

Wolfgang Kreuziger

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