Vom Chart-Erfolg vor 25 Jahren ist wenig geblieben - jetzt sorgt ein deutscher Techno-Produzent vor Gericht für Schlagzeilen. Das Landesgericht Innsbruck verurteilte den 52-Jährigen wegen Zechprellerei.
Der Mann hatte laut BILD rund um den Jahreswechsel 2022 mehrere Zimmer im Kitzbüheler 5-Sterne-Hotel "Tennerhof" gebucht - unter anderem für seine Ehefrau, seine Ex-Frau und seine Kinder. Insgesamt kostete der Aufenthalt etwa 21.000 Euro. Bezahlt wurden allerdings nur 5.000 Euro im Voraus, mehr als 16.000 Euro blieben offen.
Der Hotelchef hatte seinem Gast offenbar vertraut und sich mit der Anzahlung begnügt. Dieses Vertrauen wurde enttäuscht. "Herr Graf, Sie haben mir meinen Brief wieder zurückgeschickt. Als Standesgenosse habe ich alle Wege beschritten, um die Affäre friedlich und außergerichtlich zu lösen. Ihr Verhalten ist traurig und desavouierend", wird der Gastgeber in der BILD zitiert.
Zum Prozess erschien der Angeklagte nicht. Laut BILD ließ er aber ausrichten: "Ich bin doch nicht Herr Jimi Ochsenknecht". Einen Verteidiger hatte er ebenfalls nicht. Das Gericht verhängte eine Geldstrafe von 600 Euro. Sollte der Mann erneut straffällig werden, drohen weitere 600 Euro.
Bei der Strafbemessung wurden auch bestehende Schulden berücksichtigt, darunter offene Kreditkartenforderungen in Höhe von 36.000 Euro. Offen bleibt weiterhin die Hotelrechnung. Diese muss vom Betreiber zivilrechtlich eingefordert werden, da sie nicht Teil des Strafverfahrens ist.