Dreieinhalb Jahre Haft

Inferno im "Stiegl-Bräu" – Täter legten Geständnis ab

Nach dem Großbrand im Innsbrucker Traditionslokal "Stiegl": Der Pächter und ein Helfer wurden wegen Brandstiftung und Betrugs zu Haft verurteilt.
Österreich Heute
30.03.2026, 13:01
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Das Ende des Prozesses um den Brand des Traditionslokals "Stiegl" ist gekommen: Am Montag fiel am Landesgericht das Urteil gegen den ehemaligen Pächter und einen Helfer. Beide wurden zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Mit Benzin überschüttet

Im Prozess legten beide Angeklagte ein Geständnis ab, wie die "Tiroler Tageszeitung" berichtet. Die Staatsanwaltschaft stellte dar, dass der Pächter den Brand anstiften ließ, da er sich in finanzieller Schieflage befand und mit einem Räumungsverfahren kämpfte. Der Helfer sollte für 2.500 Euro und die Schlüssel des Lokals die Tat ausführen. Mit Benzinkanister und Papierrollen setzten die beiden das Traditionslokal in Brand. Ein weiterer Beteiligter ist derzeit in Bulgarien nicht erreichbar.

Riesiger Einsatz

Der Brand im Juni 2025 hatte das Gasthaus im Herzen Innsbrucks komplett zerstört. Der Schaden beläuft sich auf rund 2,5 Millionen Euro. Der Feueralarm ging in den frühen Morgenstunden ein, rund 40 Feuerwehrleute waren im Einsatz, acht Personen aus darüberliegenden Wohnungen mussten evakuiert werden, fünf davon – darunter zwei Kinder – kamen wegen Verdacht auf Rauchgasvergiftung in die Klinik.

Festnahme im November

Bereits kurz nach dem Brand deuteten Ermittlungen auf Brandstiftung hin. Im November wurden der Pächter und ein mutmaßlicher Helfer festgenommen. Neben Brandstiftung kam beim Pächter der Vorwurf des schweren Betrugs hinzu: Er hatte versucht, bei der Gebäudeversicherung 190.000 Euro geltend zu machen.

Helfer hatte schon Vorstrafen

Die Richterin betonte bei der Urteilsverkündung, dass durch die Brandstiftung auch Menschen gefährdet wurden. Immerhin mussten aus der darüberliegenden Wohnungen acht Personen evakuiert werden. Fünf Menschen, darunter zwei Kinder, mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital eingeliefert werden.Die Haftstrafen wurden gleich hoch angesetzt, da der Pächter keine Vorstrafen hatte, während der Helfer bereits vorbestraft war. Beide Angeklagte nahmen den Urteilsspruch sofort an.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 30.03.2026, 13:56, 30.03.2026, 13:01
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