Ein spektakulärer Vorfall im Wiener Donauzentrum im Dezember 2025 endete am Freitag mit einem Gerichtsverfahren und einer Verurteilung: Ein 24‑jähriger Mann wurde wegen versuchter Brandstiftung zu einer teilbedingten Haftstrafe von 24 Monaten, davon acht Monate unbedingt, verurteilt. Das Urteil wurde am Freitag am Wiener Landesgericht gesprochen und ist derzeit noch nicht rechtskräftig, berichtet die "Krone".
Der Vorfall ereignete sich am 13. Dezember 2025, als der junge Iraker mit einem Zehn‑Liter‑Kanister Benzin und einem brennenden Tuch die Filiale des John‑Reed‑Fitnessstudios im Donauzentrum betreten wollte.
Grund für die Tat war laut Anklage und eigenen Angaben des Mannes der Unmut über fortlaufende Abbuchungen des Studios von seinem Konto, obwohl er bereits im September seine Mitgliedschaft gekündigt hatte. Vor Gericht gestand der 24-Jährige: "Am liebsten hätte ich alles angezündet."
Glücklicherweise griff ein aufmerksamer Security-Mitarbeiter sofort ein, sodass das Feuer nicht auf das Studio übergriff, heißt es im "Krone"-Bericht. Durch den schnellen Eingriff blieb es beim Versuch, größere Schäden zu verhindern.
Das Gericht berücksichtigte bei der Strafbemessung auch ein psychiatrisches Gutachten, das dem Angeklagten eine niedrige Frustrationstoleranz bescheinigte. Der Sachschaden, der durch den Brandversuch entstand, beläuft sich auf etwa 35.000 Euro. Zusätzlich fordern Donauzentrum und Fitnessstudio 10.500 Euro Schadensersatz.
Ungeklärt ist laut Bericht bisher übrigens, ob dem Mann die Fitnessstudio-Kosten – nach seinen Angaben 200 bis 300 Euro – zurecht oder versehentlich abgebucht wurden. Klar ist: Es wird nun sehr viel teurer für ihn und er wird außerdem auch noch mit Lebenszeit bezahlen.