Was viele Burschen und Mädchen derzeit lässig im Mundwinkel tragen, sorgt nun für Aufregung im Klassenzimmer. An einer Mittelschule im Zillertal hat die Direktion laut "Kronen Zeitung" den Konsum von aromatisierten Zahnstochern im Unterricht kurzerhand untersagt.
Die kleinen Holzstäbchen mit Geschmack gelten auf Social Media als angesagt. Influencer bewerben sie als coolen Atemerfrischer und sogar als Hilfe gegen Angewohnheiten wie Nägelbeißen oder Rauchen. Genau dieser Trend macht Pädagogen aber zunehmend Sorgen.
In einem Schreiben an die Eltern warnt die Schule vor möglichen Gefahren, berichtet die Tageszeitung. Denn neben harmlos wirkenden Varianten mit Minz- oder Fruchtgeschmack sind auch Zahnstocher im Umlauf, die Nikotin enthalten - äußerlich sind sie kaum zu unterscheiden.
Die Schulleitung schlägt deshalb Alarm. "Ein einziger solcher Zahnstocher kann so viel Nikotin enthalten wie mehrere Zigaretten", heißt es in der "Krone". Mögliche Folgen wie Schwindel, Herzrasen oder Übelkeit seien nicht auszuschließen.
Zudem dürfen nikotinhaltige Produkte erst ab 18 Jahren gekauft werden. Auch der Schulalltag leidet unter dem Trend. Die Zahnstocher würden den Unterricht stören, heißt es weiter. "Und beim Herumlaufen mit einem Zahnstocher im Mund besteht schließlich auch ein Verletzungsrisiko", warnt die Direktion in dem Schreiben.
Eltern sollen nun genauer hinschauen und prüfen, ob ihre Kinder solche Produkte verwenden. Für die Schule ist jedenfalls klar: Was online gehypt wird, hat im Klassenzimmer nichts verloren.