Attacke aus Langeweile

Teenager prügeln und treten grundlos auf Passanten ein

Völlig ohne Grund attackierten zwei 18-Jährige in Wien hintereinander zwei Männer, die ihnen nichts getan hatten. Nun fassten sie Haftstrafen aus.
Christian Tomsits
10.02.2026, 14:03
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Schockierende Gewalteskalation auf völlig unbeteiligte Passanten im Stuwerviertel im zweiten Bezirk kurz vor Weihnachten: Zwei beschäftigungslose Teenager sollen gemeinsam mit einem unbekannten "Ahmed" scheinbar aus Langeweile und völlig ohne Grund Passanten in Wien attackiert haben. Zuerst wurde das erste Zufallsopfer um 17.50 Uhr nachgeäfft, Sekunden später folgte ein Faustschlag mitten ins Gesicht. Der Mann ging zu Boden, sofort trafen ihn wuchtige Tritte gegen den Kopf – lebensgefährlich! Am Ende erlitt das Opfer "nur" ein Nasenbeinbruch, eine blutende Wunde am Auge und Prellungen im Gesicht.

Wenige Minuten später passte das Trio in der Wohlmutstraße einen weiteren Wiener ab, der die herumbrüllenden Burschen nur darum gebeten hatte, etwas leiser zu sein. Ohne Vorwarnung wurde auch dieser Mann von dem Tschetschenen und dem bosnisch-stämmigen Österreicher attackiert, zu Boden gestoßen, geschlagen und getreten. Laut Staatsanwaltschaft wurde das bereits lädierte und operierte Knie des Opfers daraufhin mehrere Minuten lang mit zwanzig (!) Tritten traktiert.

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133

Danach lieferten sich die Burschen eine wilde Verfolgungsjagd mit Beamten, wehrten sich mit Schlägen gegen die Festnahme. Bei ihren Einvernahmen schoben die Burschen die Schuld auf Alkohol und Drogen. "Es tut mir leid", brachte jener geständige 18-Jährige am Montag (9.2.26) vor Gericht heraus, der von Anwalt Sascha Flatz vertreten und vorzeitig aus der U-Haft gekommen war.  Er kam für die vollendete absichtliche Körperverletzung mit einem Jahr auf Bewährung davon, muss für das kaputte Knie des Opfers aber 4.000 Euro Schmerzengeld blechen. Sein inhaftierter Komplize kassierte hingegen 3 Jahre teilbedingte Haft, muss davon 2 Jahre und 1 Monat absitzen.

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