Der intelligente Geschwindigkeitsassistent (ISA) ist seit Mitte 2024 in allen neu zugelassenen Autos in der EU Pflicht. Er warnt akustisch, optisch und haptisch, wenn das Tempolimit überschritten wird. Für viele Autofahrer ist das ständige Piepen aber nervig.
Zwar lässt sich ISA in den Fahrzeugeinstellungen abschalten - aber nur vorübergehend. Nach jedem Neustart des Motors ist das System wieder aktiv. So schreibt es das Gesetz vor. Im Internet werden deshalb Nachrüstmodule angeboten, die den Warner dauerhaft deaktivieren sollen.
Davon ist aber dringend abzuraten, wie auf inside-digital.de unter Berufung auf die deutsche Prüfgesellschaft DEKRA berichtet wird. Denn der Einbau eines solchen Moduls führt zum Erlöschen der Betriebserlaubnis des Fahrzeugs.
Der Grund: Die typgenehmigte Ausgestaltung der vorgeschriebenen Assistenzsysteme wird unzulässig verändert. Einen legalen Weg, ein solches Modul eintragen zu lassen, gibt es laut DEKRA nicht.
Wird das Modul bei der Hauptuntersuchung erkannt, wird es als erheblicher Mangel eingestuft. Die Konsequenz: Das Auto bekommt keine Plakette und fällt durch die Prüfung.
Die Statistik unterstreicht, warum das System sinnvoll ist: Allein 2025 starben in Deutschland 812 Menschen wegen überhöhter Geschwindigkeit. Weitere 48.700 wurden verletzt. Insgesamt verloren über 2.800 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben.
Auch wenn das ständige Piepen nervt: Wer den Tempowarner dauerhaft abschaltet, riskiert nicht nur rechtliche Konsequenzen - sondern gefährdet auch die eigene Sicherheit und die anderer Verkehrsteilnehmer.