Schnäppchen werden teurer

Temu & Shein: EU-Zölle lassen Umsatz einbrechen

Der Umsatz der chinesischen Billig-Plattformen ist um mehr als ein Drittel eingebrochen. Die neuen EU-Zollregeln zeigen erste Wirkung.
Newsdesk Heute
11.10.2026, 14:12
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Wer bei Temu, Shein oder AliExpress bestellt, muss sich auf höhere Preise einstellen. Die asiatischen Online-Riesen kämpfen mit deutlichen Umsatzeinbrüchen, seit die EU-Zollfreigrenze im Juli gefallen ist.

Im dritten Quartal setzten die drei größten chinesischen Plattformen in Deutschland nur noch 566 Millionen Euro um - ein Minus von 35,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ihr Marktanteil sank von 5,3 auf 3,1 Prozent.

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"Das rasante Wachstum von Temu und Shein ist ins Stocken geraten", heißt es auf n-tv unter Berufung auf den deutschen Onlinehandelsverband BEVH. Die neuen Abgaben würden besonders die margenschwachen Billigprodukte aus Asien treffen.

Drei Euro Zoll pro Warengruppe

Seit Juli müssen für alle Sendungen aus Nicht-EU-Staaten Zölle gezahlt werden. Für Pakete unter 150 Euro Warenwert fallen pauschal drei Euro pro Warengruppe an. Ab November kommt noch eine Bearbeitungsgebühr von zwei Euro dazu.

Das bedeutet: Wer zwei T-Shirts bestellt, zahlt drei Euro Zoll. Bei einem T-Shirt, einer Handyhülle und einer Nagelschere sind es bereits neun Euro - weil drei verschiedene Warengruppen betroffen sind.

Der EU geht das noch nicht weit genug. "Um für fairen Wettbewerb zu sorgen, muss die EU die Marktüberwachungsbehörden stärken", fordert BEVH-Chefin Alien Mulyk.

red,11.10.2026, 14:12