Wer bei Temu, Shein oder AliExpress bestellt, muss sich auf höhere Preise einstellen. Die asiatischen Online-Riesen kämpfen mit deutlichen Umsatzeinbrüchen, seit die EU-Zollfreigrenze im Juli gefallen ist.
Im dritten Quartal setzten die drei größten chinesischen Plattformen in Deutschland nur noch 566 Millionen Euro um - ein Minus von 35,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ihr Marktanteil sank von 5,3 auf 3,1 Prozent.
"Das rasante Wachstum von Temu und Shein ist ins Stocken geraten", heißt es auf n-tv unter Berufung auf den deutschen Onlinehandelsverband BEVH. Die neuen Abgaben würden besonders die margenschwachen Billigprodukte aus Asien treffen.
Seit Juli müssen für alle Sendungen aus Nicht-EU-Staaten Zölle gezahlt werden. Für Pakete unter 150 Euro Warenwert fallen pauschal drei Euro pro Warengruppe an. Ab November kommt noch eine Bearbeitungsgebühr von zwei Euro dazu.
Das bedeutet: Wer zwei T-Shirts bestellt, zahlt drei Euro Zoll. Bei einem T-Shirt, einer Handyhülle und einer Nagelschere sind es bereits neun Euro - weil drei verschiedene Warengruppen betroffen sind.
Der EU geht das noch nicht weit genug. "Um für fairen Wettbewerb zu sorgen, muss die EU die Marktüberwachungsbehörden stärken", fordert BEVH-Chefin Alien Mulyk.