Zur Abwechslung mal gute Nachrichten für Boris Becker! Nach seiner Pleite und der Trennung von Gattin Lilly gibt es einen Sieg vor Gericht zu vermelden. Im Berufungsprozess gegen einen ehemaligen Geschäftspartner konnte sich der 51-Jährige durchsetzen. Ein Ende seiner Geldprobleme bedeutet das allerdings nicht.
Beckers Ex-Geschäftspartner und Kreditgeber Hans-Dieter Cleven forderte insgesamt 10 Millionen Franken (8,8 Millionen Euro) plus fünf Prozent Zinsen. Die Forderung wurde schon im Juni 2017 abgelehnt, weil Cleven das Darlehen laut Gericht nicht ordnungsgemäß gekündigt hatte. Auch in der Berufung scheiterte der 75-Jährige jetzt, muss damit die Gerichtskosten von 55.000 Euro und Beckers Anwaltskosten von 59.000 Euro übernehmen.
Doch für Becker bedeutet das Urteil nur eine kurze Atempause. Insgesamt soll er Cleven nämlich 40 Millionen Franken (35 Millionen Euro) schulden, und seinem Gegner bleibt noch der Gang in die nächsthöhere Instanz, zum Schweizer Bundesgericht in Lausanne.
Becker gibt sich laut "Bild" dennoch erleichtert und rechnet mit der Einstellung des Verfahrens: "Ich gehe davon aus, dass diese leidige Angelegenheit mit dem neuesten Entscheid endlich abgeschlossen ist." Nicht beendet ist allerdings das Insolvenzverfahren, das gegen Becker in London läuft und bei dem Cleven auch Ansprüche angemeldet hat. In diesem Zusammenhang gab Becker auch den Anspruch auf diplomatische Immunität auf. Anwalt Christian Oliver Moser: "Er hat schon seit Längerem darauf verzichtet, weil er sein Insolvenzverfahren ordnungsgemäß zu Ende führen will." (heute.at)