Bitter! Trotz einer engagierten Leistung musste sich Filip Misolic der Tennis-Legende Novak Djokovic mit 3:6, 4:6 und 2:6 geschlagen geben. Misolic kann dennoch zufrieden sein: Er zog als Qualifikant in die dritte Runde der French Open ein und verbesserte damit seinen Weltranglistenplatz.
Misolic zeigte sich von der tollen Atmosphäre auf dem Court Philippe Chatrier vor 15.000 Zuschauern unbeeindruckt und spielte mutig nach vorne. Beim Stand von 2:3 musste er allerdings das Break hinnehmen und verlor den Satz denkbar knapp mit 3:6. Die Schlüsselszene des Spiels war wahrscheinlich im zweiten Satz. Beim Stand von 2:2 hatte Misolic eine Breakchance, die er nicht nutzen konnte. Im Spiel darauf gelang Djokovic das Break und er sicherte sich so den Satz mit 6:4
Trotz seines Weltranglistenplatzes 153 konnte Misolic oftmals seine Klasse unter Beweis stellen und nervte den „Djoker” mehrmals mit seinem hervorragenden Slice. Nach dem Spiel erkannte der 24-fache Grand-Slam-Sieger die Leistung des Österreichers an: „Filip ist nicht nur ein guter Freund, er hat auch richtig stark gespielt.”
Misolic waren die Anstrengungen des Spiels anzumerken, sodass er gleich im ersten Spiel des dritten Satzes erneut ein Break kassierte. Mit dem Vorsprung im Rücken spielte Djokovic das Spiel nach Hause und gewann den letzten Satz mit 6:2 nach 2:08 Stunden.
Trotz seiner Niederlage lohnte sich das Turnier für Misolic in mehrfacher Hinsicht. Einerseits konnte er als Qualifikant tolle Leistungen zeigen und bis in die dritte Runde des Grand Slam vordringen. Zum anderen wird er sich in der Weltrangliste von Rang 153 auf Position 140 verbessern. Damit rückt Misolic seinem Ziel, am Ende der Saison unter den Top 100 zu stehen, einen Schritt näher. Zusätzlich konnte er in Paris ein Preisgeld von 168.000 Euro brutto gewinnen.
Für Djokovic, der gegen Misolic seinen 99. Einzelsieg bei den French Open erzielte, geht das Turnier weiter. Im Achtelfinale trifft er auf den Briten Cameron Norrie, der in der ersten Runde den Russen Daniil Medwedew aus dem Turnier geworfen hat. Ein Sieg in Paris würde für ihn den 25. Grand-Slam-Titel bedeuten.