Terror-Opfer planen Klage gegen Republik

Die Wiener trauern und gedenken der Opfer des Terror-Anschlags.
Die Wiener trauern und gedenken der Opfer des Terror-Anschlags.Helmut Graf
Zwei Opfer des Anschlags erwägen, eine Amtshaftungsklage gegen die Republik einzubringen. Experten sehen gute Chancen auf Erfolg.

Aktuellen Berichten zufolge versuchte der Terrorist in der Slowakei Munition für sein Sturmgewehr zu kaufen. Die österreichischen Behörden wurden darüber informiert, doch der Hinweis wurde offenbar nicht der Justiz weitergeleitet und weitgehend ignoriert. Der verurteilte und vorzeitig freigelassene Dschihadist konnte so auf freiem Fuß bleiben und das Attentat verüben.

Zwei Opfer des Anschlags (eines wurde verletzt, eines erlitt Sachschaden) sehen darin ein rechtswidriges Verhalten bzw. schuldhaftes Unterlassen der Republik, ohne welches der Schaden nicht eingetreten wäre. Mit Unterstützung der Bürgerinitiative "Wir im Ersten" planen diese deswegen, die Republik zu klagen.

Schadenersatz, Unterhalt, Schock und Trauer

"In Frage kommen etwa Geldersatz für Begräbniskosten, Trauer- und Schockschäden, Unterhalt für Hinterbliebene, Schmerzensgeld für Verletzte, Entschädigung für Invalidität, Verdienstentgang oder Sachschäden", so Rechtsanwalt und Gründer Dr. Karl Newole in einer Aussendung.

Mit dem Einbringen der Klage werde man allerdings noch warten, bis genauere Informationen über den Ablauf der Ereignisse vorliegen. Der Salzburger Uniprofessor Andreas Kletecka sagte gegenüber der "Presse": "Es scheint alles für eine Amtshaftung zu sprechen". Auch den restlichen 23 Verletzten würde dann etwa der Verdienstentgang ersetzt werden, Angehörige hätten Anspruch auf Ersatz des Trauerschadens, Hinterbliebene Unterhaltsansprüche gegen die Republik.

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